auf ein Wort… (Juni 2019)

Vergreifst du dich manchmal im Ton? Wahrscheinlich fühlst du dich ertappt! Doch keine Sorge, ich frage das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern kehre durchaus vor meiner eigenen Tür. Ich gestehe, dass es bei mir gelegentlich durchaus vorkommt, dass ich mich im Ton vergreife. Dass das so nicht sein sollte, wissen wir alle … Gott sei Dank gibt uns die Bibel zahlreiche Hilfestellungen und Hinweise, was zu einem gelingenden Zusammenleben beiträgt und was wir selbst dafür tun können. Das Buch der Sprüche ist ein Beispiel dafür. Es befasst sich mit menschlichen Wesenszügen und Charaktereigenschaften. Dadurch möchten sowohl König Salomo als auch die weiteren genannten Verfasser Einfluss auf den Lebenswandel jedes Einzelnen nehmen. Das Ziel der Sprüche wird von Salomo in Spr. 1,1-7 wunderbar zusammengefasst. Wie wichtig es ist, freundlich miteinander umzugehen und zu sprechen, begegnet an mehreren Stellen. In Spr.16,24 heißt es:

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.

Ein tolles Bild, finde ich: freundliche Reden seien wie ungeläuterter Honig, der direkt aus den Waben fließt. Sie sind der Seele angenehm, richten auf, heilen. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns ständig schmeicheln, uns Honig ums Maul, um den Bart schmieren sollen und uns gegenseitig nicht ermahnen oder auf Fehler hinweisen dürfen. Das ist auch in den Sprüchen nicht der Fall. Fehlverhalten und Missstände werden durchaus offen thematisiert. Doch dabei ist stets der richtige Tonfall entscheidend. Denn das Ziel sollte sein, einen Menschen durch freundliche Rede zur Einsicht zu bewegen, nicht indem ich ihn harsch kritisiere. Einen Menschen, den ich „anfahre“ und niedermache, verliere ich. Der wird sich abwenden. Wenn er jedoch merkt, dass ich es gut mit ihm meine; dass ich zunächst anerkenne, was er richtig gemacht hat und ihn dafür lobe, fällt es ihm leichter, im Anschluss auch Kritik anzunehmen, darüber nachzudenken und Änderungen in seinem Verhalten in Erwägung zu ziehen.

Daher ermutige ich uns alle dazu: Seien wir stets ehrlich miteinander. Versäumen wir bitte nicht, uns gegenseitig aufzuerbauen und zu loben. Aber sprechen wir auch offen und ehrlich aus, was uns missfällt, was schief gelaufen ist, was uns Kummer bereitet im Miteinander… Ich bin überzeugt: wenn wir uns dabei von unserem Gott sowohl Liebe und Geduld als auch den richtigen Tonfall schenken lassen, wird auch der Segen unseres Herrn in unser aller Leben unaufhörlich fließen wie Honigseim!

Es grüßt euch herzlich
Euer Pastor Benjamin Klammt

Juhu, die LEGO® Stadt kommt!!!

Von 15.- 17. 8.2019 findet jeweils von 10 bis 14 Uhr im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Waldkraiburg und in Zusammenarbeit mit der KEB München eine Bauaktion für Kinder statt – inkl. bauen, Geschichten aus der Bibel hören, Lieder singen und gemeinsamem Essen. Die Einladung ist an Kinder zwischen 7 und 12 Jahren gerichtet und kostet einmalig für alle drei Tage 5 Euro. Wenn Gemeindekinder dieser Altersgruppe teilnehmen möchten, müssen sie sich über das Ferienprogramm anmelden. Natürlich sind auch eure Freunde herzlich willkommen! Das Ferienprogramm steht allen, die sich anmelden, offen. Sollten bereits alle 48 Plätze vergeben sein, meldet euch bitte bei Adi, Gudi oder Andrea. Wenn Gemeindekinder/Teenager über 12 Jahren mitmachen möchten, dann meldet euch ebenfalls bei uns, damit wir euch als Helfer einteilen können. Ihr würdet dann da mithelfen, wo es beim Bauen sinnvoll ist. Bei der Anlieferung der LEGO® Stadt (voraussichtlich Am 18.8. 2019 findet ein Abschlussgottesdienst mit der noch aufgebauten LEGO® Stadt statt. Danach dauert der Abbau etwa 2 Stunden, wenn wir zusammen mit 15-20 Erwachsenen die Gebäude abbauen und die Steine sortieren. Es wäre schön, wenn einige von euch sich diese Zeit einplanen könnten und sich bei uns melden, damit wir wissen, wer mitmacht. Vielen Dank!

Andrea Bossert

Buchrezension

»BÄM! – Keine Angst vor Konflikten«

Tobias und Frauke Teichen sind Senior Pastoren und Gründer des ICF München, einer Kirche mit knapp 2000 Besuchern pro Sonntag. 2005 starteten die beiden als Teil des ICF Movement eine überkonfessionelle und
zeitgemäße Kirche in der bayerischen Hauptstadt. In ihrem neusten Buch wagen sich die beiden an das heikle Thema „Konflikte“. Ehrlich und offen erzählen sie in dem ca. 250 Seiten starken Buch in neun Kapiteln von
ihren eigenen Krisen und wie sie erlebt haben, dass Gott ihnen in schwierigen Zeiten immer zur Seite stand. Frauke und Tobias Teichen zeigen auf praktische und sehr humorvolle Art und Weise, wie man aufblühende und gesunde Beziehungen bauen kann. Aufgelockert wird das Buch durch zahlreiche Comiczeichnungen, die bestimmte Alltagssituationen humorvoll darstellen. Die sehr einfache Sprache macht das Werk gut und flüssig lesbar.

Im ersten Teil des Buches wird das Beziehungsdreieck vorgestellt, das die Beziehungen zu sich selbst, Gott und anderen Menschen symbolisiert. Im zweiten Teil gibt es viele praktische Tipps für die Konfliktbewältigung. Im Zentrum stehen biblische Prinzipien wie Vergebung oder liebevolle Ehrlichkeit, die auch heute noch das Fundament für gute Beziehungen aller Art sind. Immer wieder wird die positive Seite von Konflikten betont, die zwar herausfordernd und anstrengend sein können, gleichzeitig aber auch der Motor zur Weiterentwicklung und Vertiefung unserer Freundschaften und Partnerschaften sind. Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Beziehung zum (Ehe)-Partner. Es empfiehlt sich, das Buch zusammen mit dem Partner durchzuarbeiten. Es ist aber auch auf die Beziehung zu Gott und Freunden/Familienangehörigen anwendbar und daher grundsätzlich jedem zu empfehlen, der sich stabile, ehrliche, liebevolle und vor allem dauerhafte Beziehungen wünscht.

»BÄM! – Keine Angst vor Konflikten« kann am Büchertisch bestellt werden.

Manuel Schwanse

Straßenfest

Am Samstag, den 29. Juni findet bei uns am Münchener Platz wieder ein Straßenfest statt. Dieses Mal ist das „Bibelmobil“ vom Bibelbund Österreich zu Gast. Mit Hüpfburg, Mega-Kicker (auch für Erwachsene geeignet) und Holzbausteinen. Außerdem gibt es verschiedene Bibelprogramme, die an den diversen Bildschirmen nutzbar sind. Wir wollen unserer Nachbarschaft wieder sowohl kulinarisch dienen (dieses Mal mit Unterstützung von Achim`s Futterkiste), als auch geistlich mit Liedern und
Kurzandachten. Spezielle Plakate und Handzettel werden wir dazu erhalten und gezielt einladen können. Bitte plant euch den Tag ein, um dabei zu sein oder Freunde und Verwandte einzuladen.

Jürgen Gutzeit

auf ein Wort… (April 2019)

Vor seiner Himmelfahrt wendet sich Jesus noch einmal an seine Jünger. Einerseits gibt er ihnen Anweisungen, was sie tun sollen. Andererseits erhalten sie Zusagen von ihm (vgl. Mk. 16,17f). Die Anweisungen lauten jedoch nicht: „Trefft euch einmal die Woche zum Gottesdienst!“ Oder: „Lest jeden Tag in der Bibel!“ Obwohl beides enorm wichtig ist und für geistliches Wachstum unabdingbar. Unsere Beziehung zu Jesus werden wir nur vertiefen, wenn wir einerseits persönlich in seiner Nähe bleiben, wenn wir auf sein Wort hören, darauf vertrauen und danach leben. Und andererseits die Gemeinschaft mit anderen Nachfolgern Jesu pflegen – unseren Herrn gemeinsam anbeten, loben und preisen. Dennoch trifft unser Herr Jesus keine dieser Aussagen. Stattdessen sagt er (Mt. 28,18-20):

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Die Gemeinde Jesu ist kein Selbstzweck und wo sie es wird, hat sie ihren Zweck verfehlt. Denn die Gemeinde Jesu hat einen klaren und sehr konkreten Auftrag: Menschen zu Jüngern zu machen, zu Nachfolgern des Auferstandenen! Ein außergewöhnliches Jahr liegt vor uns als Gemeinde – wir werden 50 Jahre alt! Lasst uns die Zeit nutzen und so viele Gelegenheiten wie möglich wahrnehmen, um Menschen von Jesus Christus zu erzählen und sie zu ihm einzuladen. Dieser Auftrag gilt nicht nur besonders Berufenen – den Pastoren oder Gemeindeleitern. Jeder von uns kann und soll Zeugnis ablegen für unseren Herrn Jesus Christus! Wenn wir das eine tun und das andere nicht lassen; wenn wir also einerseits unser persönliches Glaubensleben sowie die Gemeinschaft miteinander pflegen und andererseits zu den Menschen gehen, um ihnen von Jesus zu erzählen, wird unser Herr uns reichlich segnen! Jesus Christus ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben! Er ist bei uns bis an der Welt Ende! Lob und Dank sei ihm dafür!

Es grüßt euch herzlich
Euer Pastor Benjamin Klammt

Bibelstunde

Geistliches Wachstum ist enorm wichtig – für den Einzelnen, aber auch für eine Gemeinde insgesamt. Lebendiger Glaube zeichnet sich also nicht (nur) dadurch aus, sonntags einen Gottesdienst zu besuchen, sich eine Predigt anzuhören, einige Lobpreislieder mitzusingen oder ein Gebet zu sprechen. Vielmehr will und sollte die persönliche Beziehung zu unserem Herrn Jesus Christus täglich gepflegt und gelebt werden. Das Lesen in Gottes lebendigem Wort sollte daher nicht nur phasenweise, sondern jeden Tag erfolgen. Missversteht mich bitte nicht: damit will ich niemanden unter Druck setzen. Im Gegenteil, ich möchte ermutigen, durchaus aber auch dazu herausfordern, aus Gottes Kraftquelle zu schöpfen. Einer Quelle, die nie versiegt. Über die Texte nachzudenken, diese auf sich wirken zu lassen, sie ins Gebet zu nehmen und auf Gott zu hören, der heute noch durch sein lebendiges Wort zu uns spricht bzw. sprechen möchte. Häufig streichen Menschen zuerst die sogenannte „stille Zeit“, weil sie befürchten, nicht genügend Zeit für ihre alltäglichen Pflichten und Aufgaben zu haben.

Aus eigener Erfahrung bezeuge ich voller Freude und Dankbarkeit, dass genau das Gegenteil der Fall ist! Ich habe noch nie – wirklich niemals – erlebt, dass mir am Ende des Tages Zeit „gefehlt“ hätte, weil ich Bibel gelesen und gebetet habe. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen, mit dem regelmäßigen „Bibelstudium“ in Gemeinschaft zu beginnen. Daher wird spätestens ab Mai 14-tägig eine Bibelstunde stattfinden. Neben mir werden sich auch immer wieder einige Brüder thematisch darauf vorbereiten. Öfter als bisher wollen wir uns also ganz bewusst Zeit nehmen, um gemeinsam im Wort Gottes zu lesen, darüber ins Gespräch zu kommen, uns durch unseren Austausch gegenseitig zu bereichern, aber vor allem damit zu rechnen, dass der Heilige Geist uns (im Laufe der Zeit) zahlreiche wunderbare Erkenntnisse schenken und uns auch schwierige Verse, Stellen oder Abschnitte erschließen wird.

Bitte nehmt diese Einladung wahr, nutzt diese Gelegenheiten. Die nächsten Termine sind der 20.03. sowie der 10.04., jeweils um 19.30 Uhr.

Ich bin sicher, unser Herr wird uns als Einzelne, aber auch als Gemeinschaft segnen!

Euer Benjamin Klammt

auf ein Wort… (März 2019)

»Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu und dient ihm allein.« (1. Samuel 7,3)

Die Israeliten waren im Krieg mit den Philistern. Götzendienst hatte Einzug gehalten. In diese Situation spricht Samuel hinein, dass sich das Volk wieder dem Herrn zuwenden und ihm allein dienen soll. Als Folge ihrer Umkehr würde Gott das Volk Israel aus der Hand der Philister erretten. Samuel macht mit seiner Botschaft deutlich, dass Israel einen radikalen Schritt gehen muss. Keine halbherzige, sondern eine kompromisslose und mit ganzem Herzen vollzogene Umkehr. Nur so wird Israel zum Segen Gottes zurückfinden. Wie kann eine solche Umkehr erfolgen? Welche Schritte mussten die Israeliten – aber auch wir heute – gehen, um Samuels Appell praktisch in die Tat umzusetzen? Der erste Schritt ist die Abkehr vom Bösen, das zur Trennung von Gott geführt hat. Doch es ist nicht ausreichend, sich nur vom Bösen zu trennen. Anschließend muss die Hinwendung zu Gott folgen. Diese zwei Schritte dienen letztendlich einem Ziel: Der Hingabe und dem Dienst für den Herrn. Ihm alleine sollen die Israeliten dienen.

Die Verheißung Samuels gilt auch heute noch. Die Gottlosigkeit und der Götzendienst sind in unserer Gesellschaft präsent, wenn auch in anderer Form als zu der Zeit Samuels. Letztlich kann all das zu unserem Götzen werden, was Gott von der ersten Stelle in unserem Leben verdrängt. Was sind Deine Götter? Die Anerkennung, die Du durch Deine Leistung in der Arbeit oder beim Sport zu bekommen versuchst? Das Bankkonto mit dem Geld, das Du Dir selbst erarbeitet hast und über das Du selbst bestimmen möchtest? Oder die Freunde, zu denen Du bei Problemen und Herausforderungen als erstes gehst, bevor Du Gott in Dein Leben einbeziehst? Gott bietet Dir und mir durch Jesus Christus eine Lösung an:

»Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.« (Johannes 8,36)

Auch wenn uns unsere Götzen kurzfristige Anerkennung, Zufriedenheit oder Befriedigung versprechen, ist es Jesus, der uns als lebendige Quelle langfristig am meisten geben und uns stärken wird. Er verspricht uns einen tiefen Frieden, den uns nichts in dieser Welt geben kann.

Das Ergebnis von Samuels Appell zeigt, dass Gott wirklich an seinem Volk gearbeitet hat: Sie hören Samuel nicht nur zu, sondern gehorchen seinen Worten. Zunächst reinigen sie sich von ihren Götzen (Vers 4). Nachdem sie sich von dem Bösen getrennt und die Ausrichtung ihres Herzens erneuert hatten, greift Gott zur Rettung des Volkes ein: er verwirrt das Heer der Philister, sodass sie von Israel geschlagen wurden (Vers 10).

Lasst uns den Appell Samuels auch für unser Leben mitnehmen und die Führung in jedem Lebensbereich vertrauensvoll an Gott abgeben.

Es grüßt euch herzlich,

Manuel Schwanse

Buchrezension

»Mit 50 € um die Welt – Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam«

Christopher Schacht aus dem beschaulichen schleswig-holsteinischen Dorf Sahms ist 19 Jahre alt und hat gerade sein Abi in der Tasche, als er eine verrückte Idee in die Tat umsetzt: Mit nur 50 € Startkapital reist er allein um die Welt. Vier Jahre war er unterwegs, hat 45 Länder bereist und 100.000 Kilometer zu Fuß, per Anhalter und auf Segelbooten zurückgelegt.
Erst im August 2017 kehrt Schacht von seiner Weltreise zurück. Seitdem studiert er Theologie in Hessen.

In seinem Buch erzählt der junge Weltenbummler humorvoll und mitreißend von seinen unglaublichen Erlebnissen. Er verrät, was er unterwegs über das Leben, die Liebe und Gott gelernt hat, schildert berührende und skurrile Begegnungen und verblüfft mit spannenden Einblicken in unterschiedliche Kulturen. Das Buch richtet sich vorwiegend an reisebegeisterte Leser, soll Fernweh wecken und die Lust anregen, Neues zu wagen und seine Träume zu leben.

Das rund 300 Seiten starke Buch zieht sich zwar an manchen Stellen etwas, wird aber trotzdem nie langweilig. Bei »Mit 50 Euro um die Welt« handelt es sich um kein explizit christliches Buch. Das ist vielleicht auch eine Stärke, weil es ungezwungen Zeugnis gibt und Menschen, die nie ein offensichtlich christliches Buch in die Hand nehmen würden, mit dem christlichen Glauben in Berührung kommen. Immer wieder macht Schacht deutlich, dass all das Gute auf seiner Reise eben kein Glück und Zufall war, sondern Bewahrung und Gebetserhörung. Die wenigen negativen Rezensionen zu dem überwiegend positiv bewerten Buch beziehen sich dann auch auf die christlichen Elemente – Schacht wird Missionierung vorgeworfen.

Das Buch ist all jenen zu empfehlen, die gerne reisen und Einblicke in andere Kulturen bekommen wollen. Der spannende Reisebericht und die darin enthaltenen Schnappschüsse machen Lust, die Welt zu entdecken. Darüber hinaus ermutigt es, auch in scheinbar ausweglosen Situationen auf Gott zu vertrauen.
»Mit 50 Euro um die Welt« kann am Büchertisch bestellt werden.

Manuel Schwanse

auf ein Wort… (Februar 2019)

Der Apostel Paulus war ein „Apostel der Völker“, ein unermüdlicher Verkündiger des Evangeliums, der Frohen Botschaft. Dafür nahm er viele Entbehrungen, viel Leid auf sich. Wir wissen, dass er mehrfach im Gefängnis saß und wiederholt ausgepeitscht wurde (vgl. 2. Kor. 11,23-28).
Doch all das nahm er gerne in Kauf – er tat es für seinen geliebten Herrn, der ihn auserwählt, berufen und begabt hatte. Er wollte den Auftrag erfüllen, den sein Herr ihm gegeben hatte – koste es, was es wolle. So stand Paulus fest im Glauben. Er vertraute auf die Zusagen des Herrn Jesus und ging mutig vorwärts. An der Hand des Auferstandenen ging er durch allerlei Bedrängnisse und schlimmen Erfahrungen. Im Römerbrief fasst Paulus seine Gewissheit jedoch in folgendem Vers zusammen (Röm. 8,18):

Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Wir dürfen Paulus an dieser Stelle jedoch nicht falsch verstehen: der Apostel redet das Leid damit nicht klein; allerdings rückt er es ins rechte Licht! Gemessen an der Ewigkeit, ist all das, was wir hier auf Erden zu erdulden haben, nämlich gering. Es ist also ein Zuspruch des Trostes, der von Paulus zugleich in einen sehr viel komplexeren Kontext eingeordnet wird: Zum einen gilt: ganz egal, was dich momentan belastet – ob Arbeitslosigkeit, Krankheit oder der Verlust eines geliebten Menschen – all das wird vorbeigehen. Dessen darfst du dir bewusst sein. Und zum anderen liegt all das in Gottes Hand. Und dort ist es gut aufgehoben – nicht wahr? Paulus spricht davon, dass alles, was uns widerfahre, dem Plan Gottes mit uns entspreche und zu unserem Besten diene. So schreibt er ein paar Verse weiter (Röm. 8,28):

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

In diesem Sinne: Was auch immer in diesem neuen Jahr vor uns liegen und auf uns zukommen mag – ich lade uns dazu ein: Nehmen wir das, was Paulus schreibt, im Glauben an. Unser Herr wird uns dafür segnen! Ganz gewiss!

Es grüßt euch herzlich
Euer Pastor Benjamin Klammt

Gemeindeweihnachtsfeier 2018

„Alle Jahre wieder…“ findet sie statt – unsere Gemeindeweihnachtsfeier. An reich gedeckten und schön dekorierten Tischen sitzen wir gemütlich einige Stunden beisammen. Zunächst feiern wir stets einen Gottesdienst zur Ehre unseres Herrn. Dabei singen wir u. a. Weihnachtslieder, legen unsere Sonderspende für die „Stiftung der Hoffnung“ in Kamerun zusammen, blicken auf das Jahr zurück und hören eine Andacht. Dieses Jahr hielt Marc Brandl eine ansprechende Gegenstandsbetrachtung. Dazu trug auch Curly bei – ein buntes Stofftier.
In seiner Andacht legte Marc uns nahe, uns unter die Hand Gottes zu demütigen und unsere Sorgen an ihn abzugeben (vgl. 1Petr 5, 6f). An einen allmächtigen Gott, der alles sieht; der jeden kennt; der alles in seiner Hand hält. Neben einigen aussagekräftigen Bibelversen, blieb auch folgender Slogan im Gedächtnis: „Danken schützt vor Wanken; Loben zieht nach oben.“
Nach dem Gottesdienst war wie immer viel Raum und Zeit für Austausch und Gespräche.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zu dieser gelungenen Weihnachtsfeier beigetragen haben – beispielsweise durch das Besorgen und Schmücken des Christbaums, das Stellen und Eindecken der Tische und viele weitere Handgriffe. Unser Herr segne euch dafür!

Benjamin Klammt