ruhe vor gott – am 10.09. im Stadtpavillon — der etwas andere Gottesdienst!

Programm: Du+Gott

Zuhören, singen, beten, still sein und die Gegenwart Gottes genießen.
Freitag 10.09.2021 ab 20:00 Uhr im Stadtpavillon, Waldkraiburg

Immunsystem stärken Abwehrkräfte für die Seele:

in der unsichtbaren Welt kuscheln 🤗

Sorgen und Nöte bei Gott entsorgen 😇

vor Gott fallen die Masken 😉

bei Gott aufatmen 🤓

Heiligen Geist wirken lassen 🥰

Risiken und Nebenwirkungen: Begegnung mit Gott verändert dein Leben.

Anmeldung bereitet Freude – Spontan kommen geht auch!


…auf ein Wort (September 2021)

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.“ (Haggai 1,6)

Der Prophet Haggai war der erste nachexilische Prophet und wirkte zur Zeit der Rückkehr eines Überrests der Judäer aus der babylonischen Gefangenschaft nach Juda und Jerusalem. Im Buch Esra finden wir den geschichtlichen Hintergrund der Situation, in der Haggai die Botschaft Gottes an sein Volk ausrichtete. Der Wiederaufbau des zerstörten Tempels wurde zwar begonnen, doch gaben die Juden aufgrund des Widerstandes ihrer heidnischen Nachbarn entmutigt das Werk auf. In diesem Kontext ist das Wort Haggais zu sehen, welches das Volk Gottes anspornen sollte, den Tempelbau zu vollenden. Durch Haggai wirft Gott den Juden falsch gesetzte Prioritäten vor. Sie waren zwar nach Jerusalem zurückgekehrt, doch nutzten sie ihre Ressourcen, um ihre eigenen Häuser wiederaufzubauen, während der Tempel seit seiner Zerstörung in Trümmern lag (vgl. Vers 9). Die Folgen ihres Handelns, das man auch als Rebellion gegen Gott bezeichnen könnte, waren Hungersnot, Dürre und Mangel (vgl. Verse 10-11). Das erinnert an das Gleichnis vom reichen Narren (Lukas 12, 13-21) und viele andere biblische Geschichten, die uns zeigen, dass irdischer Besitz und Reichtümer trügerische Schätze sind. »So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!« (Lukas 12, 21). Das Volk wird von Haggais Botschaft angestachelt und motiviert und sie beginnen, den Tempel wiederaufzubauen. Welchen Tempel in Deinem Leben könntest Du wiederaufbauen? Die Bibel bezeichnet unseren Körper als Tempel des Heiligen Geistes (vgl. 1. Korinther 6, 19). Was könntest Du tun, um in Deine körperliche und seelische Gesundheit zu investieren? Welche zerbrochenen Beziehungen könnten erneuert werden? In welchen Lebensbereichen setzen wir falsche Prioritäten? Der Mangel der Judäer war die Folge von Sünde, Faulheit und falsch gesetzten Prioritäten. Könnte auch Mangel in unserem Leben darauf zurückzuführen sein? Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott sich um unseren Mangel kümmern wird, wenn wir ihn an die erste Stelle in unserem Leben setzen. Dann werden wir säen und viel einbringen. Lasst uns mit Gottes Hilfe die löchrigen Beutel aus unserem Leben entfernen!
»Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in
Herrlichkeit in Christus Jesus.« (Philipper 4, 19)


Es grüßt euch herzlich,
Manuel Schwanse

…auf ein Wort (August 2021)

„Herr, neige deine Ohren und höre; Herr, tu deine Augen auf und sieh […]“. 2. Könige 19, 16

Das klingt nach einem verzweifelten Hilferuf, nicht wahr? Und genau das ist es auch! Kurz zuvor hatte der assyrische König dem Volk Israel mit der Ausrottung gedroht (vgl. 2. Kön. 19,11). Dem israelitischen König Hiskia wird dabei angst und bange. Doch in seiner Not tut er das einzig Richtige. Er betet! Ich stelle mir vor, dass er dabei auf seine Knie fällt, sein Angesicht demütig zur Erde neigt und dem lebendigen Gott sein Leid, seine Verzweiflung klagt. Hiskia weiß, dass nur der Herr allein die Ausrottung seines Volkes verhindern kann. Im Gegensatz zu all den anderen vermeintlichen Göttern der israelitischen Umwelt, die nichts weiter als Menschenwerk sind, hat unser Herr die Macht dazu (vgl. 2. Kön. 19,17-19)!
Was tust du, wenn du sprichwörtlich mit deinem Latein am Ende bist und nicht mehr aus noch ein weißt? An wen wendest du dich, wenn du Angst bekommst; wenn die Sorgen und Nöte dir über den Kopf zu wachsen drohen; wenn dich die Verzweiflung nachts nicht schlafen lässt; Wendest du dich an den, der Himmel und Erde gemacht hat? Dazu lade ich dich ein. Versuche nicht zwanghaft, es alleine zu schaffen; rede dir nicht ein, du müssest stets alles unter Kontrolle behalten. Das schaffen wir nicht. Im Gegenteil, es werden Situationen in unserem Leben kommen, in denen uns die Kontrolle entgleitet, aber niemals unserem Gott! Denn seine Möglichkeiten beginnen dort, wo unsere enden! Und das ist wahrer Grund, niemals die Hoffnung zu verlieren; der Angst niemals zu großen Raum in unseren Gedanken oder gar unserem Herzen zu geben! Unser Herr ist größer als jede innere Unruhe, jede Sorge, jede Not, jede Angst, jede Verzweiflung!
Die Bibel sagt (1. Joh. 4, 4): „Denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“
Wenden wir uns an diesen wunderbaren Gott! Unser Gott hat Zeit für uns. Unser Gott nimmt uns wahr! Unser Gott nimmt uns ernst! Unser Gott nimmt uns die Angst! Unser Gott kennt den Weg durch tiefste Täler hindurch! Geben wir IHM die Hand und gehen wir mit IHM durch alles, was noch auf uns wartet, mitten hinein in die Ewigkeit!

Herzlich grüßt euch
Euer Pastor Benjamin Klammt

…auf ein Wort (Juli 2021)

„Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.“ Galater 2,21

Eine Frage, die Christen schon seit Jahrhunderten beschäftigt, ist, ob man das Heil verlieren kann. Die Antwort darauf ist unzweifelhaft: Nein! Denn Gott ist treu und niemand kann uns aus der Hand des Hirten rauben, der sich selbst dahingegeben hat für alle unsere Sünden – die vergangenen, die gegenwärtigen und die zukünftigen – aus Liebe zu uns.
Doch beinhaltet das Gesetz der Liebe die Freiheit für den Geliebten, sich zu entscheiden. Gott wird immer zu Seinem Bund stehen, den Er mit uns durch Jesu Blut geschlossen hat. Doch steht es uns frei, diesen Bund zu verlassen. Ich kann das Heil nicht verlieren, aber verwerfen. Wie töricht das auch sein mag, aber der Apostel Paulus warnt die Galater eindringlich vor so einem Schritt.
Der Schlüssel und die Quelle allen Heils besteht in der Gnade Gottes. Der Mensch geht von Natur aus in die falsche Richtung und vertraut auf sich und seine Werke. Die Umkehr zur Gnade Gottes durch die Annahme der Heilstat Jesu am Kreuz bewirkt für ihn ewiges Heil. So ist es töricht, wenn ein Christ wieder umkehrt, die Gnade Gottes verwirft, indem er durch das Gesetz gerecht zu werden sucht, um durch seine eigenen Werke gerettet zu werden. Somit verwirft er die Tat Jesu und erachtet das Blut des Bundes für unrein. Das Gesetz und die Gnade stehen diametral zueinander und man kann nur einem folgen. Manche sehen darin ein Paradoxon, aber die Liebe steht über allem. Denn Gott ist Liebe und diese beinhaltet die freie Entscheidung zu jeder Zeit. Ansonsten würde Gott jeden Menschen zwangsbekehren und unausweichlich an Sich binden. Unter diesem Gesichtspunkt ist es durchaus kein Widerspruch, dass man das Heil nicht verlieren, aber verwerfen kann (Kap. 5, V. 4).
Dadurch soll uns bewusst sein, dass alles, was uns begegnet als Christen zentral von der Gnade Gottes ausgeht und dass wir selbst nichts machen müssen, als zu vertrauen. Gott möchte keine Macher, sondern Geliebte, die sich zu Ihm wenden in allen Situationen ihres Lebens und Ihm vertrauen, dass Er letztlich alles zum Guten dienen lässt. Gott ist uns gnädig und er segnet uns mit Gesundheit, Zufriedenheit, Gelingen, Freude. Doch wenn auch mancher Segen ausbleibt, so geschieht es deshalb, dass uns bewusst wird, uns an der Gnade Gottes genügen zu lassen.
Gnade und Segen möge euch Leser begleiten, doch in erster Linie die Gnade!

Marc Brandl

Open-Air-Gottesdienst im Park

Foto: Gerhild Schwanse

Am 27. Juni feierten wir einen Open-Air-Gottesdienst zum Thema: „Alles beim Alten?!“ Unser Ziel war, dazu insbesondere die Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft unserer Gemeinde einzuladen und sie mit dem Evangelium, der Frohen Botschaft zu erreichen. Im Vorfeld waren deshalb 500 Flyer verteilt und ein kurzer Zeitungsbericht veröffentlicht worden. Daneben wurde selbstverständlich für schönes Wetter gebetet. Nachdem sowohl die Stadt als auch der Landkreis in den Tagen zuvor von etlichen teils sehr starken Gewittern und Unwettern heimgesucht worden war, freuten wir uns umso mehr, dass es am Sonntag strahlend schön und sehr warm war.
Etwa 60 Gäste verfolgten den Gottesdienst in dem kleinen, an unser Gemeindehaus angrenzenden Park, darunter auch einige Menschen, die bislang noch keinen unserer Gottesdienste besucht hatten. Pastor Benjamin Klammt predigte über einige Verse aus dem Matthäusevangelium (Mt 24, 35-39.42). Er betonte die Liebe Jesu zu allen Menschen, verdeutlichte aber ebenso, wie wichtig es sei, eine Entscheidung für Jesus zu treffen, da Jesus eines Tages wiederkommen und die Gnadenfrist ablaufen werde. Jesus selbst wählte in Mt 24 die Sintfluterzählung als Beispiel. Die Menschen zu Noahs Zeiten glaubten nicht, dass ein solches Ereignis tatsächlich eintreten werde; stattdessen lebten sie einfach in den Tag hinein und machten sich vielleicht sogar über Noah lustig, als dieser die Arche baute. So wie damals – sagt Jesus – werde es auch beim Kommen des Menschensohnes sein. Damit zeigt uns unser Herr, dass ihn nicht alle Menschen annehmen werden. Aber noch streckt er uns in Geduld seine liebende Hand entgegen und lädt uns ein, umzukehren. Dafür gebührt ihm Lob und Dank!

Pastor Benjamin Klammt

…auf ein Wort (Juni 2021)

„Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.“ (Johannes 12,26)

Wenn wir diese Aussage Jesu hören, verlegen wir ihre Erfüllung gerne in die Zukunft: Jesus ist aufgefahren in den Himmel, also werden wir eines Tages dort bei ihm sein. Die Vorfreude auf das himmlische Jerusalem tröstet uns, ebenso wie der Gedanke, dass Jesus selbst eine Wohnung im Himmel für uns bereitet. Für einen Jünger gibt es eben keinen Ort, an dem er lieber wäre, als in der unmittelbaren Nähe seines Herrn! Danach sehnen wir uns und genau dorthin lädt Jesus uns ein. Jedoch nicht erst in ferner Zukunft.
Wenn man nämlich den Text in seinem Zusammenhang liest, muss man doch erst einmal schlucken. Denn da geht es um das Weizenkorn, das sein Leben verliert, um Frucht zu bringen. Für die Jünger geht es darum, dem Treiben dieser Welt den Rücken zu kehren. Es geht also um unser irdisches Leben im Hier und Jetzt. „Wer mir dienen will, der folge mir nach.“ So beginnt unser Vers. Aber wohin, Jesus? Wo bist Du bereits und wartest auf uns?

Es mag helfen, herauszufinden, wohin Jesus während seines Wirkens hier auf der Erde ging: zu Menschen, die sich nach dem Wort Gottes sehnten, zu Außenseitern, zu Sündern, zu Kranken, zu denen, die ohne Hoffnung waren, zu Verzweifelten. Aber auch die Auseinandersetzung mit den Lehrern und Anführern jener Tage scheute er nicht. Jesus suchte Menschen genau dort auf, wo sie in ihrem Alltag gerade waren: Fischer, die einen enttäuschenden Arbeitstag hinter sich hatten, einen Zöllner, der seinem Geschäft nachging, einen Gelähmten, der nicht nur unter seiner Behinderung, sondern auch unter seiner Einsamkeit litt. Die Leute mussten sich nicht langwierigen Reinigungsritualen unterziehen. Es bedurfte nicht, wie im alten Bund üblich, der sorgfältigen Vorbereitung, um Gott in Jesus zu begegnen. Er sprach Menschen an. Er rief sie zur Nachfolge. Jesus half ihnen in ihrer Not.
Und so müssen wir keine ausgefallenen Orte aufsuchen, um Jesus nachzufolgen, um dort zu sein, wo er ist. Es reicht völlig, die Augen in unserem Alltag zu öffnen und seine Gegenwart wahr zu nehmen. An unserer Arbeitsstelle, egal ob sie uns erfüllt oder stresst, in unseren Familien, egal ob unser Familienleben harmonisch oder schwierig ist, bei unseren Nachbarn, Freunden, Bekannten, in unserer Freizeit usw. Vielleicht aber ist Jesus uns an Orte, zu Menschen oder in Gemeindedienste vorangegangen, die wir noch gar nicht auf dem Radar haben. Sind wir bereit, ihm zu folgen?

Gudrun Brandl

…auf ein Wort (Mai 2021)

Nicht alle Menschen leben – so wie wir – in einem Land, in dem es klare Strukturen und Gesetze gibt bzw. die Rechtsprechung funktioniert. Insbesondere unsere verfolgten Glaubensgeschwister weltweit erleben, dass sie aufgrund ihres Glaubens an unseren Herrn Jesus Christus gesellschaftlich ausgegrenzt und/oder rechtlich benachteiligt werden. Teilweise haben selbst körperliche Übergriffe keinerlei Konsequenzen für die Täter. Die Bibel sagt (Sprüche 31,8):

„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“.

Das Substantiv „die Stummen“ ist vermutlich nicht zuerst wörtlich zu verstehen, sondern bezieht sich auf all diejenigen, die zu arm, zu schwach oder zu schüchtern sind. Oder, die sich rechtlich nicht gut auskennen. Das kann unsere verfolgten Geschwister betreffen, aber durchaus auch hier in unserem Land der Fall sein. Etliche Menschen benötigen jemanden, der ihnen zur Seite steht, der sie unterstützt, ihnen hilft. Hier kommen wir ins Spiel: wir sind diejenigen, die einen Unterschied machen können – allen voran durch anhaltendes, intensives Gebet. Durch Gebet sind wir sogar mit Menschen verbunden, die Hunderte und Aberhunderte Kilometer von uns entfernt wohnen. Die Bibel versichert uns, dass in jedem ernsthaften Gebet eine enorme Kraft liegt (vgl. Jak. 5,16). Neben dem Gebet ist es aber ebenso denkbar, dass wir ganz praktisch helfen, beispielsweise bei Behördengängen oder dergleichen. Auch in unserem Land leben mittlerweile viele Menschen, die ihre eigene Heimat verlassen mussten und hier teilweise auf sich allein gestellt sind; die nur wenig Deutsch verstehen und möglicherweise überfordert sind. Wir können ihre Stimme sein; ihnen Mut zusprechen, sie trösten und durch praktisch gelebte Nächstenliebe zugleich ein deutliches Zeugnis für unseren Herrn Jesus Christus sein. Ich ermutige uns dazu, hinzusehen, hinzuhören und für die einzutreten, die unsere Hilfe benötigen. Unser Herr Jesus ist mit uns!

Es grüßt euch herzlich
Euer Pastor Benjamin Klammt

…auf ein Wort (April 2021)

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herr Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes. (Korinther 1,3)

Ein Kernthema des zweiten Korintherbriefes ist der Trost. Warum müssen Menschen getröstet werden? Wann brauchen wir Trost? Wenn wir traurig sind. Wenn wir in Trauer leben, wir jemanden oder etwas verloren haben. Wenn uns Leid zugefügt wurde, wir ungerecht behandelt wurden. Wenn wir in Not geraten sind durch Hunger, Kälte oder Krankheit. In solchen Situationen haben Menschen meist nur ein Ziel: Das zurückzubekommen, was ihnen genommen wurde. Gesund zu werden, gesättigt zu werden, vielleicht auch Vergeltung des Unrechts. Man kann nicht behaupten, dass diese Ziele falsch seien, dennoch haben sie eines gemeinsam: Wir sehen auf uns, auf unsere Not, auf unseren Mangel, auf unser Recht. Die Frage ist dabei auch: Was gehört oder gehörte uns denn wirklich? Hatten wir je ein Anrecht auf das, was uns genommen wurde? Und nun kommt Gott ins Spiel, uns etwas zu schenken, was wir ohne diese erfahrene Not nie erhalten hätten können: Trost. Und in diesem Trost geschieht das Entscheidende: Wir sehen „plötzlich“ nicht mehr auf uns, sondern auf Jesus. Denn Er ist unser Trost. Gott möchte nicht, dass wir auf unsere Finsternis sehen, sondern auf Sein Licht. Denn wohin wir sehen, werden wir auch hingehen. Im Trost wird auch die Einheit der Dreifaltigkeit verdeutlicht. Der Heilige Geist wird als Tröster bezeichnet. Der Sohn (V. 5 … „so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus“) tröstet uns. Der Vater ist der Gott allen Trostes. Wahrer Trost geht also immer vom dreieinen Gott aus! Schon in der ersten Offenbarung des göttlichen Namens ist dieser Trost zwischen den Zeilen zu erkennen: Ich bin … Ich bin da … Ich bin auch für dich da! Der Apostel Paulus geht in diesem Brief noch weiter. Wir dürfen an diesem Trost teilhaben und wir dürfen diesen Trost weitergeben. Wir dürfen andere trösten, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden. Was bedeutet es, andere zu trösten? Es bedeutet, anderen das zu sein, was Gott der Vater uns ist. Es bedeutet oft, einfach nur für den anderen da zu sein.

Es grüßt euch herzlich, Marc B.

auf ein Wort (März 2021)

„Dieses schreibe ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu
kommen; wenn ich aber zögere, damit du weißt, wie man
sich verhalten soll im Hause Gottes, das die Gemeinde
des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste
der Wahrheit
(1.Timotheus 3,14 +15).

Liebe Geschwister,
manchmal fragen wir uns, was ist es denn, was uns so regelmäßig in der Bibel lesen oder in den Gottesdienst gehen lässt? Was haben wir denn davon, kann hier auch unsere Frage sein. In diesem Vers finden wir dazu eine Antwort: Die Gemeinde ist der „Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit“. An einem Pfeiler bekommen wir eine Stütze und auf der Basis der biblischen Wahrheit, die in Jesus Christus in unser Leben gekommen ist, haben wir sicheren Halt. Gerade in den jetzigen Zeiten, wo um uns herum und in unserer Gesellschaft vieles ins Wanken gerät, brauchen wir das als Christen und darüber hinaus mit Sicherheit auch andere Menschen, die Gott uns in den Weg stellt. Wir leben eben nicht unter einer „Käseglocke“, einem abgeschotteten Raum, sondern in einer stürmischen und oft ratlosen Welt. Wir wurden doch von Gott in „sein Haus, die Gemeinde des lebendigen Gottes“ gesetzt, mit der Möglichkeit, die Liebe, die uns Vergebung und Barmherzigkeit zukommen lässt, auch anderen weiter zu geben. Das geschieht oft nicht durch viele Worte, denn auch unsere Taten spiegeln die lebendige Beziehung zu Jesus wieder.
Paulus drückt hier aus, dass dieser zwar gerne zu Timotheus kommen würde, aber das, was er in diesem Brief geschrieben hat, soll ihm helfen, „zu wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes“. Manchmal wissen wir auf so viele Dinge in unserem Leben schon Antworten, sind selbstsicher in unseren Überlegungen und doch scheint es nach diesen Versen auch eine Hilfe für uns zu sein, mehr zu erfahren über die Fülle und den Reichtum, den wir in Gottes Wort zur Verfügung haben! Denn wir haben nicht nur die Chance, sondern auch die wunderbare Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, wie wir anderen Menschen um uns herum eine Hilfe sein können, eine Brücke zu bauen zu unserem großartigen und lebendigen Herrn!

Gottes Segen, euer Jürgen G.


auf ein Wort (Februar 2021)

„Denn weil die Welt, umgeben von der Weisheit Gottes, Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl , durch die Torheit der Predigt selig zu machen, die daran glauben.“ (Korinther 1:21)

Wenn man die Sünden nach ihrer Größe unterscheiden könnte, dann wäre die Dummheit sicherlich ganz vorne mit dabei. Und damit ist jetzt nicht ein reduzierter Intelligenzquotient gemeint, sondern in erster Linie das Bestreben des Menschen, Gott zu leugnen. Die Weisheit dieser Welt ersinnt sich alle möglichen Theorien und ausgeklügelten Geschichten, um die Menschheit davon zu überzeugen, dass es Gott nicht gibt und sie nicht an Ihn glauben muss. Die größte Dummheit ist, Gott zu leugnen und dies dann auch noch Weisheit zu nennen. Menschen werden in dieser trügerischen Weisheit gefangen gesetzt, weil sie mit Stolz, Hochmut und Selbstverherrlichung verbunden ist. In dieser weltlichen Weisheit gibt es keinen liebenden Gott, keine Sünde und auch keine Vergebung. Tatsache ist jedoch, dass wir von der Weisheit Gottes umgeben sind, von Seiner Schöpfung und damit von der Schöpferliebe, der Schöpferkreativität und der Schöpfermacht, die aus dem Nichts Leben erschafft und nicht nur aus dem Nichts, sondern auch aus dem Tod. Wer an die Predigt vom Kreuz glaubt, an Jesu Tod für unsere Sünden und Seine Auferstehung wird freigesetzt von dieser Gefangenschaft weltlicher Weisheit. Dort wo Stolz und Hochmut regierte, kann Demut, Liebe und Dankbarkeit wachsen, weil in der Torheit Gottes, wie Paulus es nennt, dem Glauben an die Tat am Kreuz, in Wirklichkeit die Schöpfermacht Gottes steckt, mit der Er uns zu neuem Leben erweckt hat. Etwas später im Text (2:8) heißt es, dass die Herrscher dieser Welt den Herrn der Herrlichkeit gekreuzigt haben, weil sie Ihn, gefangen in ihrer eigenen Herrschsucht, nicht erkannten. Nun hat aber Gott aus der Bosheit dieser Welt für uns, die wir glauben, ewiges Heil bewirkt.
Was können wir nun tun? Zum einen das Wort vom Kreuz weitererzählen ohne kluge Worte machen zu müssen. Zum anderen einfach nur dankbar sein, da wir ständig umgeben sind von und geborgen sind in der Weisheit Gottes. Dinge, die uns begegnen und wir auf den ersten Blick vielleicht als schlecht, oder schlimm beurteilen, haben in der liebenden Schöpferhand Gottes auch ihr Gutes für unser Leben. Aus diesem Grund spricht Gott uns zu, dass wir zuversichtlich und jederzeit in allen Dingen dankbar sein können!

Marc B.