…auf ein Wort (August 2021)

„Herr, neige deine Ohren und höre; Herr, tu deine Augen auf und sieh […]“. 2. Könige 19, 16

Das klingt nach einem verzweifelten Hilferuf, nicht wahr? Und genau das ist es auch! Kurz zuvor hatte der assyrische König dem Volk Israel mit der Ausrottung gedroht (vgl. 2. Kön. 19,11). Dem israelitischen König Hiskia wird dabei angst und bange. Doch in seiner Not tut er das einzig Richtige. Er betet! Ich stelle mir vor, dass er dabei auf seine Knie fällt, sein Angesicht demütig zur Erde neigt und dem lebendigen Gott sein Leid, seine Verzweiflung klagt. Hiskia weiß, dass nur der Herr allein die Ausrottung seines Volkes verhindern kann. Im Gegensatz zu all den anderen vermeintlichen Göttern der israelitischen Umwelt, die nichts weiter als Menschenwerk sind, hat unser Herr die Macht dazu (vgl. 2. Kön. 19,17-19)!
Was tust du, wenn du sprichwörtlich mit deinem Latein am Ende bist und nicht mehr aus noch ein weißt? An wen wendest du dich, wenn du Angst bekommst; wenn die Sorgen und Nöte dir über den Kopf zu wachsen drohen; wenn dich die Verzweiflung nachts nicht schlafen lässt; Wendest du dich an den, der Himmel und Erde gemacht hat? Dazu lade ich dich ein. Versuche nicht zwanghaft, es alleine zu schaffen; rede dir nicht ein, du müssest stets alles unter Kontrolle behalten. Das schaffen wir nicht. Im Gegenteil, es werden Situationen in unserem Leben kommen, in denen uns die Kontrolle entgleitet, aber niemals unserem Gott! Denn seine Möglichkeiten beginnen dort, wo unsere enden! Und das ist wahrer Grund, niemals die Hoffnung zu verlieren; der Angst niemals zu großen Raum in unseren Gedanken oder gar unserem Herzen zu geben! Unser Herr ist größer als jede innere Unruhe, jede Sorge, jede Not, jede Angst, jede Verzweiflung!
Die Bibel sagt (1. Joh. 4, 4): „Denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“
Wenden wir uns an diesen wunderbaren Gott! Unser Gott hat Zeit für uns. Unser Gott nimmt uns wahr! Unser Gott nimmt uns ernst! Unser Gott nimmt uns die Angst! Unser Gott kennt den Weg durch tiefste Täler hindurch! Geben wir IHM die Hand und gehen wir mit IHM durch alles, was noch auf uns wartet, mitten hinein in die Ewigkeit!

Herzlich grüßt euch
Euer Pastor Benjamin Klammt