…auf ein Wort (November 2021)

In 2. Thessalonicher 3,5 lesen wir:
„Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.“

Worauf wartest du … Je nach Satzzeichen, kann es sich hier entweder um eine Frage oder um eine Aufforderung handeln. Beide Möglichkeiten sind m. E. in obigem Vers angelegt. Zunächst die Frage: Warten wir denn auf unseren Herrn? Erwarten wir seine Wiederkunft freudigen Herzens? Halten wir den Anforderungen, Herausforderungen, Anfechtungen und Versuchungen dieses Lebens im Glauben stand? Vertrauen wir darauf, dass Gott etwas weitaus Größeres für uns bereithält als unsere irdische Existenz (vgl. Röm. 8,18)?
Sodann die Aufforderung: Falls du das noch nicht tust – worauf wartest du noch!
Richte dein Leben auf Jesus aus! Strebe danach, Jesus immer ähnlicher zu werden!
So wie die Thessalonicher damals, ermahnt Paulus auch uns heute liebevoll, aber deutlich dazu, uns immer neu auf die Liebe Gottes auszurichten. Gott ist hier in Bezug auf die Liebe übrigens sowohl Subjekt als auch Objekt. Subjekt, weil die Liebe stets von ihm ausgeht. In Röm. 5,5 steht geschrieben, die Liebe Gottes sei ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Der allmächtige Gott wendet sich seiner Schöpfung in Liebe und Barmherzigkeit zu. In Jesus wird er selbst Mensch, weil er uns so sehr liebt und jeden Menschen retten möchte, der sich ihm anvertraut!
Zugleich ist Gott auch das Objekt unseres Verses – im Sinne von „Liebe zu Gott“. Diese Liebe zu unserem Schöpfer soll unser Denken, Reden und Handeln bestimmen. Er, dem wir alles verdanken, was wir sind und haben, soll der Mittelpunkt unseres Lebens sein, bis er kommt! Wie das geht?
Indem wir jeden Tag in seinem lebendigen Wort – der Bibel – lesen. Uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, darauf zu hören, was unser Gott uns sagen möchte. Indem wir ins Gebet gehen. Unseren Schöpfer loben und preisen, aber ihm auch all das sagen, was uns bewegt. Das dürfen wir – Gott sei Dank dafür! Indem wir Gemeinschaft miteinander pflegen – in den Gottesdiensten, den Gebets- oder Bibelstunden, in denen wir auch gemeinsam in die Gegenwart Gottes kommen wollen.
In diesem Sinne – worauf wartest du noch?!

Herzlich grüßt euch
Euer Pastor Benjamin Klammt