Weihnachtsfeier

Auch dieses Jahr durften wir am 15.12.19 unsere Weihnachtsfeier feiern. Dazu trafen wir uns um 14 Uhr in der Gemeinde, aber der Gottesdienstsaal sah nicht wie üblich aus: Tische waren aneinandergereiht und so aufgestellt, dass man sich wie in einer großen Familie fühlte. So winterlich geschmückt, gedeckt mit Plätzchen und warmen Getränken und dem beleuchteten Weihnachtsbaum, fiel es nicht schwer, allmählich in Weihnachtsstimmung zu kommen. Hier auch ein herzliches Dankeschön an alle, die in jeglicher – auch noch so kleinen – Weise dazu beigetragen haben, dass der Gottesdienst und das Beisammensein so schön war. Nach der Einleitung und dem Lobpreis, faszinierte uns Marc Brandl mit einer ganz besonderen Veranschaulichung: als Symbol für die täglichen Umwelteinflüsse und schlechten Gedanken, die immer wieder in uns auftauchen, nahm er die Gitarrensaite. Wenn man diese zupft, hört man einen Ton, zum Beispiel das E. Eigentlich aber ist es eine Schwingung und ein Sirren aus ganz vielen verschiedenen Tönen, die dazu führen, dass wir ein E wahrnehmen. So ist es auch bei uns im Leben. Wir sind von so vielen schlechten Schwingungen umgeben, die uns vom Reich Gottes ablenken, sodass wir in die dunkle Welt fallen. Wir müssen uns aber, auch wenn wir umgeben von diesen negativen Schwingungen sind, nur auf den Einen verlassen, den wir an Weihnachten auch feiern: Jesus Christus. Wenn wir uns auf Jesus fokussieren, dann werden diese Schwingungen leiser, kaum spürbar. So auch bei der Gitarre: Drückt man auf dem Gitarrenhals die Saite zu, so wird der Ton nur noch sehr dumpf und leise erklingen. Die Welt kann uns nichts anhaben, wenn Jesus der Mittelpunkt unseres Lebens ist und wir können uns sicher sein, dass er uns immer beisteht. Nach dem Gottesdienst hatten wir alle noch einen schönen Nachmittag, mit vielen guten Gesprächen und toller Gemeinschaft. Dem Herrn sei die Ehre!

Laura S.

Christkindlmarkt und Nikolaus-Café

Auf dem Christkindlmarkt in Waldkraiburg haben wir seit 1999 unsere Hütte mit Büchern und Kalendern und nun schon im zweiten Jahr auch das Nikolaus-Café im Obergeschoß im Rathaus. Es war uns wieder ein Anliegen, die Besucher mit Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und einer „Zipfelmützensuppe“ zu versorgen, dazu bekam die leckere Tomatensuppe einen Zipfel aus Schlagsahne. Gleichzeitig nutzten wir die Möglichkeit, um ca. 80 Kalender an Gäste im Rathaus auszugeben. Unser Gemeindetraktat und die Broschüre „Gott persönlich kennenlernen“ lagen auf den Tischen aus und es wurden einige davon mitgenommen. Das Café war gut besucht, phasenweise waren alle 5 Tische besetzt und es gab gute Möglichkeiten zum Gespräch. Viele Besucher fanden die Atmosphäre angenehm bei dem Trubel drum herum und so war unser Einsatz wieder ein Ruheort für Leib und Seele. Wir danken allen aus der Gemeinde, die sich mit Gebet, Backen und Mitwirken daran beteiligt haben und hoffen, so ein kleines Licht in den Herzen der Menschen angezündet zu haben.
Edda und Jürgen G.

auf ein Wort… (Januar 2020)

»Ich glaube, hilf meinem Unglauben.« (Markus 9, 24)

Ein erstaunlicher Vers, der uns als Jahreslosung dieses Jahr begleiten soll. Ist das nicht ein Widerspruch, Glaube und Unglaube in einem Satz? Nun da steht ein Vater vor Jesus und bittet ihn, seinen epileptischen Sohn zu heilen, von diesem kranken Geist zu befreien. Die Jünger konnten nicht helfen. Jesus erregt der Unglaube der Menschen, trotzdem nimmt er sich des Kindes an. Wenn du glauben kannst – alles ist möglich dem der glaubt! So ermutigt Jesus den Vater und dessen Antwort ist ehrlich, denn er kennt seine Schwäche und so antwortet er: Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Unter Tränen bekennt er seinen Glauben, sowie seine Zweifel, seine Begrenztheit im Vertrauen auf Gottes Macht und Möglichkeiten, die durch Jesus offenbart werden. Darf es so etwas geben? Glaube und Zweifel? Passt das zusammen? Solange es Menschen gibt, wird dies dazu gehören, immer wenn uns etwas unmöglich erscheint, was wir mit unserem Verstand nicht erfassen können, besteht die Gefahr, dass wir zweifeln, ja sogar verzweifeln. Der Vater war verzweifelt und wer einen kranken Menschen betreut, weiß, was das bedeutet, wenn gar nichts besser zu werden scheint.

Er hofft auf Jesus, aber mit einem Fragezeichen: Wird er es schaffen? So kommt der Nebensatz zustande: Hilf meinem Unglauben! Geht es uns oft nicht ebenso? Jesus reagiert nicht verärgert. Nein, ich denke, er schätzt die Ehrlichkeit des Vaters, der sich hier überfordert sieht. Jesus ist der Einzige, der mit unseren Zweifeln und unserer Glaubensschwäche zurechtkommt und ihm dürfen wir das auch anvertrauen. Er hilft uns und wir dürfen beten und bitten, sein Wort nützen und dem Heiligen Geist vertrauen, der uns immer wieder in die Wahrheit leiten wird. So dürfen wir getrost, trotz manchem, was unser Leben und unseren Glauben beschwert, das neue Jahr in Gottes gute und liebevolle Hände legen und in seinem Segen leben.

In Jesu Liebe
Hubert Reinl