auf ein Wort… (Mai 2020)

»In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.« (Johannes 1, 4)

In dieser Zeit von Einsamkeit, Krankheit und auch Tod wird uns deutlich, wie wichtig Gemeinschaft, Gesundheit und Leben ist. Der Mai ist in unseren Breiten der Monat des Erwachens und Erblühens. Pflanzen, die tot aussahen, werden förmlich zum Leben erweckt. Gott macht uns auch durch Seine Schöpfung deutlich, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Ohne von Jesus zu wissen, kann man Gott und Seine Schöpferkraft in der Natur erkennen. Die Schöpfung und das Gewissen sind unabhängig von religiöser Erziehung die beiden Zeugen für die Existenz Gottes, die jeder Mensch zur Seite gestellt bekommen hat. Das Leben und das Licht sind auch Synonyme für diese beiden Dinge. Aber nur in Jesus werden Leben und Licht für uns persönlich erfahrbar und real.

In Ihm, also in Jesus war das Leben. Warum steht dieser Satz in der Vergangenheit? In Jesus ist und bleibt doch das Leben durch Seine Auferstehung bis in Ewigkeit. Der Evangelist Johannes beschreibt Jesus zunächst als den, der war, schon immer; danach den, der ist, wie Johannes Ihn erlebt hat und dann den, der kommt. Attribute, die nur auf Gott zutreffen. Damit wird uns umfassend verdeutlicht, dass Jesus selbst Gott ist und dass bei der Frage nach Gott kein Weg an Jesus vorbeiführt. Wo Jesu Licht scheint, muss die Finsternis weichen. Dieses Licht stellt sogar die Sonne in den Schatten. Die Dinge dieser Welt verlieren an Priorität, weil wir dadurch Leben erfahren, welches sogar den Tod überwindet. Durch dieses Licht erkennen wir den Bruder und die Schwester. Wir erkennen, dass auch unsere Widersacher der Gnade Gottes bedürfen. Sogar durch unsere Not und Einsamkeit werden unsere Augen geöffnet für Mitgefühl und Barmherzigkeit. Es werden Gaben der brüderlichen Liebe, des Teilens und der Fürbitte offenbar. Gelobt sei Gott dafür!

Lasst uns in diesem Licht leben!
MB