…auf ein Wort (Mai 2021)

Nicht alle Menschen leben – so wie wir – in einem Land, in dem es klare Strukturen und Gesetze gibt bzw. die Rechtsprechung funktioniert. Insbesondere unsere verfolgten Glaubensgeschwister weltweit erleben, dass sie aufgrund ihres Glaubens an unseren Herrn Jesus Christus gesellschaftlich ausgegrenzt und/oder rechtlich benachteiligt werden. Teilweise haben selbst körperliche Übergriffe keinerlei Konsequenzen für die Täter. Die Bibel sagt (Sprüche 31,8):

„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“.

Das Substantiv „die Stummen“ ist vermutlich nicht zuerst wörtlich zu verstehen, sondern bezieht sich auf all diejenigen, die zu arm, zu schwach oder zu schüchtern sind. Oder, die sich rechtlich nicht gut auskennen. Das kann unsere verfolgten Geschwister betreffen, aber durchaus auch hier in unserem Land der Fall sein. Etliche Menschen benötigen jemanden, der ihnen zur Seite steht, der sie unterstützt, ihnen hilft. Hier kommen wir ins Spiel: wir sind diejenigen, die einen Unterschied machen können – allen voran durch anhaltendes, intensives Gebet. Durch Gebet sind wir sogar mit Menschen verbunden, die Hunderte und Aberhunderte Kilometer von uns entfernt wohnen. Die Bibel versichert uns, dass in jedem ernsthaften Gebet eine enorme Kraft liegt (vgl. Jak. 5,16). Neben dem Gebet ist es aber ebenso denkbar, dass wir ganz praktisch helfen, beispielsweise bei Behördengängen oder dergleichen. Auch in unserem Land leben mittlerweile viele Menschen, die ihre eigene Heimat verlassen mussten und hier teilweise auf sich allein gestellt sind; die nur wenig Deutsch verstehen und möglicherweise überfordert sind. Wir können ihre Stimme sein; ihnen Mut zusprechen, sie trösten und durch praktisch gelebte Nächstenliebe zugleich ein deutliches Zeugnis für unseren Herrn Jesus Christus sein. Ich ermutige uns dazu, hinzusehen, hinzuhören und für die einzutreten, die unsere Hilfe benötigen. Unser Herr Jesus ist mit uns!

Es grüßt euch herzlich
Euer Pastor Benjamin Klammt