…auf ein Wort (Mai/Juni 2022)

„Wenn ich aber nach Osten gehe, so ist er nirgends;
wende ich mich nach Westen, so bemerke ich ihn nicht;
wirkt er im Norden, so erblicke ich ihn nicht;
verbirgt er sich im Süden, so kann ich ihn nicht sehen.
Ja, er kennt meinen Weg; wenn er mich prüft,
so werde ich wie Gold hervorgehen!“
Hiob 23, 8 -10

Die Geschichte von Hiob kennt jeder von uns. Gott nannte ihn einen untadeligen,
rechtschaffenen und gottesfürchtigen Mann, der das Böse meide. So ein von
Gott reichlich gesegneter Mann verlor aber eines Tages plötzlich und unerwartet
alles: seine zehn Kinder, seinen Besitz und zum Schluss auch seine eigene Gesundheit.
Ich weiß nicht, wie ihr die Geschichte von Hiob wahrgenommen habt. Ich behaupte,
keiner von uns wünscht sich, das gleiche Leid wie Hiob zu erleben.
Buchstäblich kann man sagen, dass keiner von uns eine Hiobsbotschaft hören will.
Trotzdem lohnt es sich, die 42 Kapitel des Buches Hiob zu lesen und zu studieren.
Beim Lesen des Buches Hiob können wir seinen Glaubenskampf fühlen. Hiob
hadert mit sich selbst und mit Gott. Seine drei Freunde konnten ihm keine richtige
Hilfe anbieten. In seiner Verzweiflung suchte Hiob beharrlich die Begegnung mit
dem allmächtigen und gerechten Gott. Hiob wollte sein Leid unbedingt vor IHM
klagen.
Bei seiner Suche nach Gottes Gegenwart in allen Himmelsrichtungen: Osten,
Westen, Norden und Süden kam Hiob zu seiner festen Überzeugung, dass Gott
seinen Lebensweg durch und durch kennt. Hiob konnte durch Glauben sagen,
dass er wie Gold hervorgehen werde, wenn Gott ihn durch seinen Schmerz und
sein Leid prüft.
Ich wünsche uns, dass wir, wie Hiob, aus Glauben und fester Überzeugung leben
und sagen können, dass Gott unseren Weg durch und durch kennt. Habt keine
Angst, wenn wir plötzlich von unerwarteter Krankheit getroffen sind oder unter
Leid stehen. Die Schwierigkeit in unserem Leben ist gleichzeitig eine Chance für
uns, Gott näher zu sein. So kann Gott durch die Schwierigkeit unseren Glauben
stärken, uns wie Gold polieren. Wir werden wertvoll sein vor Gottes Augen. Denn
Gott kennt unseren Lebensweg.

Euer Bruder Yaoyu

Konzert mit André Scheidhammer

am 30. April 2022 um 19.30 Uhr, EFG Waldkraiburg

André Scheidhammer

Liebe Gemeinde, liebe Freunde, liebe Gäste,

ich bin Gott sehr dankbar, dass am 30.04. um 19.30 in der EFG Waldkraiburg Münchener Platz 7, ein Konzert stattfinden darf.
Dabei trete ich als Sänger und Gitarrist mit eigenen Liedern auf, die Gott verherrlichen und Menschen berühren dürfen.
Das Konzert wird etwa 1,5 Stunden dauern. Es ist JEDER herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei!
Für die, die mich nicht so gut kennen: Mein Name ist André Scheidhammer, ich bin 22 Jahre alt und seit vielen Jahren mit Gott und Gitarre unterwegs. Zwischen Frühling 2020 und Sommer 2021 war eine besondere Zeit, in der mir Gott immer wieder neue Lieder geschenkt hat. Die Lieder sind erfüllt von meiner Leidenschaft für Gott und eigenen Erlebnissen und dürfen jeden, der sie hört, erfreuen, trösten und ermutigen. Wer mehr über Gottes Weg mit mir hören möchte, den lade ich herzlich zum Konzert ein!

Liebe Grüße
André Scheidhammer

…auf ein Wort (März/April 2022)

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!“ Philipper 4, 4 ff

Diese Schlüsselverse des Philipperbriefes bestehen aus drei Aufforderungen und einer ermutigenden Tatsache. Dass es sich bei zwei der drei Aufforderungen um dieselbe Sache handelt, soll uns deutlich machen, dass diese sehr wichtig, wenn nicht sogar fundamental für unser Glaubensleben ist: Die Freude.
Grundsätzlich gibt es bei jedem Menschen Dinge, die Freude machen und Dinge, die keine Freude machen. Jetzt wäre es eine Möglichkeit, einfach alles wegzulassen, was man nicht gerne macht und was keine Freude bereitet, sich keinen Dingen zu stellen, die Unbehagen hervorrufen. Aber so einfach ist das nicht. Sich Herausforderungen zu stellen, oder auf der anderen Seite auf etwas zu verzichten, was man gerne tut, sind wichtige Bausteine des Reifeprozesses. Wenn Paulus sagt, dass wir uns allewege freuen sollen, dann ist damit nicht gemeint, dass wir uns dazu zwingen müssen, uns auf Dinge zu freuen, die wir nicht mögen. Das entscheidende ist nicht die Freude an sich, sondern die Freude im Herrn! Wir dürfen erkennen, dass in allen Dingen, die uns begegnen, Gottes Plan dahintersteckt und wir uns freuen können, wenn wir Gottes Spuren erkennen in allen Situationen unseres Lebens. Der Herr ist nahe! Das bedeutet nicht nur, dass Er bald wiederkommt, sondern schon jetzt und heute bei uns ist, immer und überall! Gerade im Angesicht meiner Feinde bereitet Er einen Tisch für mich, damit ich erkennen kann: Jesus ist da und Jesus handelt. Und darüber kann, darf und soll ich mich freuen ! Wir müssen wissen, dass das Neue Testament kein Gesetzesbuch ist, das sagt: „Wenn Du Dich nicht jederzeit freust, dann bist du kein Christ.“ Nein! Christus allein macht Menschen zu Christen! Wenn wir uns Seine Gegenwart vor Augen führen und mit Ihm in Verbindung treten, im Gebet, so kann wahre Freude wachsen durch die zunehmende Hoffnung auf die sich offenbarende Herrlichkeit Gottes durch Jesus Christus! So kann auch etwas auf unser Leben „abfärben“. Dass wir nicht Gleichgültigkeit,
Griesgrämigkeit oder Hass, sondern Güte weitergeben.

Marc Brandl

…auf ein Wort (Januar/Februar 2022)

„Kommt und seht!“ Johannes 1, 39

Am Jahresende häufen sich meist die Einladungen: Wir werden zu Weihnachtsfeiern eingeladen – von der Arbeit oder dem Sportverein. Rund um Heiligabend treffen wir uns mit unseren Familien und genießen die gemeinsame Zeit. An Silvester sind wir häufig entweder selbst Gastgeber oder wiederum eingeladen, den Jahreswechsel gemeinsam mit Freunden zu verbringen. Auch bei dem einleitenden Zitat „Kommt und seht!“ handelt es sich um eine Einladung. Eine Einladung unseres Herrn Jesus Christus. Im Johannesevangelium, Kapitel 1, ab Vers 35 lesen wir, dass Johannes der Täufer zwei seiner Jünger mit den Worten „Siehe, das ist Gottes Lamm!“ auf Jesus aufmerksam gemacht hatte. Dies ließ die beiden Männer neugierig werden. Der Bibeltext legt nahe, dass sie Jesus daraufhin nachliefen. Schließlich drehte sich Jesus zu ihnen um und fragte: „Was sucht ihr?“ Eine einfache Frage. Doch zugleich voller Tiefe: „Wisst ihr, was ihr wollt? Wisst ihr, was es bedeutet, mir nachzufolgen?“ Voller Ehrfurcht erwidern die beiden Männer: „Rabbi, wo wirst du bleiben?“ Das bedeutet im Grunde: Wo wohnst du? Wir wollen dich gerne besuchen, dich näher kennen lernen, mehr von dir erfahren. Nun erfolgt die Einladung: „Kommt und seht!“ Erstaunlich, wie zurückhaltend die Bibel im Anschluss von diesem Besuch der beiden bei Jesus erzählt. Warum gibt uns Johannes nicht mehr Details? Was wurde gesprochen? Aber nein, es bleibt lediglich bei der schlichten Erwähnung, dass die beiden Männer an jenem Tag bei Jesus blieben. Wie sehr sie innerlich bewegt waren, zeigt uns allerdings die Tatsache, dass einer der beiden, Andreas, daraufhin zu seinem Bruder Simon (Petrus) läuft, um ihm von diesem Treffen zu erzählen. Ja, noch mehr: Andreas bekennt, dass sie den Messias gefunden haben! Jesus – das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt, deine und meine Schuld bezahlt; jedem einen Neuanfang schenkt, der sich ihm anvertraut! All das liegt in der Einladung Jesu, die bis heute gilt: „Komm´ und sieh!“ Mach´ dich auf und finde heraus, wer Jesus Christus ist! Wenn du das noch nicht getan hast, mache ich dir Mut: Bitte nimm´ auch du diese Einladung Jesu an!
Falls du das bereits getan hast und Jesus bereits nachfolgst, ermutige ich dazu: Bitte führe andere Menschen zu Jesus!

Ein gesegnetes neues Jahr 2022 wünscht euch
Euer Pastor Benjamin Klammt

…auf ein Wort (Dezember 2021)

„Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme bei dir wohnen, spricht der Herr.“ Sacharja 2,14

Freude und Frohsinn, Fröhlichsein – das verbinden heute viele Menschen mit Fasching, tollen Events, wie Comedy und Kabarett. Es muss Spaß machen. So entsteht Freude auch oft auf Kosten anderer Menschen. Nun hat Corona dem allem einen deutlichen Riegel vorgeschoben und das Klagen nimmt kein Ende.
Weihnachten sollen die Geschenke knapp werden wegen Lieferschwierigkeiten; so bestünde die Chance, dass dieses Fest wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurückgewinnt. Nicht Konsumrekorde, sondern Besinnung. Gott kommt bei uns wohnen. Jesus Christus kommt auf diese Erde, um Gottes Hand für alle Menschen auszustrecken als Angebot für ein neues Leben mit Freude und froher Perspektive. Gott macht seinem Volk Mut, denn es sieht nicht so rosig aus, wie der Vers vermuten lässt. Ein paar Verse zuvor sagt er: „Flieht aus dem Land des Nordens, denn nach den vier Himmelsrichtungen will ich euch zerstreuen.“ Auch damals war nicht alles Freude und das Volk Gottes unter Druck; umgeben von Feinden, bedroht bis zur Zerstörung und Wegführung in das Land der Feinde. Das Leben auf dieser Erde war noch nie einfach, da der von Gott getrennte Mensch nie nach seiner Gerechtigkeit gefragt hat. Das erlebte sein Volk genauso wie wir heute. Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten und die Finsternis scheint stärker zu sein als das Licht.
Die momentane Krise offenbart die Angst, die Ohnmacht und Hilflosigkeit der Menschen ohne Halt und Glauben. Für alle von ihnen ist Jesus auf die Welt gekommen, nicht mit Glanz und äußerlicher Macht, sondern in Armut und Schwachheit. Bei ihm kann sich jeder wiederfinden ob reich, ob arm, ob stark oder schwach – in Jesus ist Gott für jeden da und schenkt seine Kraft durch sein Wort und seinen Geist. Wünschen wir uns ein friedliches, besinnliches Weihnachten in der Gewissheit, dass Jesus Christus bei uns wohnt und wir dadurch allen Grund zur Freude und Frohsein haben.

Es grüßt euch herzlich, Hubert Reinl

…auf ein Wort (November 2021)

In 2. Thessalonicher 3,5 lesen wir:
„Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.“

Worauf wartest du … Je nach Satzzeichen, kann es sich hier entweder um eine Frage oder um eine Aufforderung handeln. Beide Möglichkeiten sind m. E. in obigem Vers angelegt. Zunächst die Frage: Warten wir denn auf unseren Herrn? Erwarten wir seine Wiederkunft freudigen Herzens? Halten wir den Anforderungen, Herausforderungen, Anfechtungen und Versuchungen dieses Lebens im Glauben stand? Vertrauen wir darauf, dass Gott etwas weitaus Größeres für uns bereithält als unsere irdische Existenz (vgl. Röm. 8,18)?
Sodann die Aufforderung: Falls du das noch nicht tust – worauf wartest du noch!
Richte dein Leben auf Jesus aus! Strebe danach, Jesus immer ähnlicher zu werden!
So wie die Thessalonicher damals, ermahnt Paulus auch uns heute liebevoll, aber deutlich dazu, uns immer neu auf die Liebe Gottes auszurichten. Gott ist hier in Bezug auf die Liebe übrigens sowohl Subjekt als auch Objekt. Subjekt, weil die Liebe stets von ihm ausgeht. In Röm. 5,5 steht geschrieben, die Liebe Gottes sei ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Der allmächtige Gott wendet sich seiner Schöpfung in Liebe und Barmherzigkeit zu. In Jesus wird er selbst Mensch, weil er uns so sehr liebt und jeden Menschen retten möchte, der sich ihm anvertraut!
Zugleich ist Gott auch das Objekt unseres Verses – im Sinne von „Liebe zu Gott“. Diese Liebe zu unserem Schöpfer soll unser Denken, Reden und Handeln bestimmen. Er, dem wir alles verdanken, was wir sind und haben, soll der Mittelpunkt unseres Lebens sein, bis er kommt! Wie das geht?
Indem wir jeden Tag in seinem lebendigen Wort – der Bibel – lesen. Uns ganz bewusst Zeit dafür nehmen, darauf zu hören, was unser Gott uns sagen möchte. Indem wir ins Gebet gehen. Unseren Schöpfer loben und preisen, aber ihm auch all das sagen, was uns bewegt. Das dürfen wir – Gott sei Dank dafür! Indem wir Gemeinschaft miteinander pflegen – in den Gottesdiensten, den Gebets- oder Bibelstunden, in denen wir auch gemeinsam in die Gegenwart Gottes kommen wollen.
In diesem Sinne – worauf wartest du noch?!

Herzlich grüßt euch
Euer Pastor Benjamin Klammt

…auf ein Wort (Oktober 2021)

„Die Gnade sei mit allen, die lieb haben unsern Herrn Jesus Christus, in Unvergänglichkeit.“ (Epheser 6:24)

Wir Menschen neigen dazu, auf das Vergängliche zu schauen; auf das, was vor Augen ist; auf das, was uns im Alltag beschäftigt, was wir uns erträumen; auf das, wovon wir meinen, es erleichtere unser Leben und mache es lebenswerter. Oft machen wir uns nicht bewusst, wie vergänglich doch alles Irdische ist. Auch menschliche, irdische Liebe und Freundschaften sind der Vergänglichkeit unterworfen.
Im Gegensatz dazu steht die göttliche Liebe, von der in unserem Bibelwort, dem letzten Vers des Epheserbriefes die Rede ist. Diese Liebe kann nur von Gott kommen. Wir können sie uns nicht erarbeiten oder verdienen. Sie ist fest verbunden mit der Gnade und ein Geschenk Gottes.
Eine nicht hundertprozentig ernst gemeinte Bauernweisheit besagt: „Liebe vergeht, Hektar besteht.“ Natürlich wissen wir, dass auch jeder Grundbesitz vergänglich ist. Die Aussage ist aber, dass das Erbe bleibt, wenn auch die Gefühle vergehen mögen. Wenn auch jedes irdische Erbe vergeht, so bleibt doch das göttliche Erbe unverrückbar
bestehen.
Die Gnade ist wie ein göttlicher Grundbesitz, den wir nicht käuflich erwerben können, sondern durch einen Bund mit Gott erhalten. Den Gnadenbund der Liebe Gottes. Dafür hat Jesus bezahlt und macht uns zu Erben dieses unerschütterlichen Reiches Gottes bis in alle Ewigkeit. Nicht weil wir besonders fromm, besonders gut und fleißig waren, sondern weil Er uns geliebt hat. Und nur deshalb können wir auch Ihn lieben.
Beim Gleichnis des Sämanns zeigt sich, welche Saat auf guten Grund gefallen ist. Welche Pflanze vergänglich und welche unvergänglich ist. Der Boden war ausschlaggebend. Der gute Boden ist die Liebe, die nur Gott schenken kann. All unser Streben, auch unser Streben nach Ewigkeit ist vergänglich. Die unvergängliche Liebe Gottes anzunehmen wie ein Kind, nur das bereitet den Boden für die Ewigkeit.

Marc Brandl

…auf ein Wort (September 2021)

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel.“ (Haggai 1,6)

Der Prophet Haggai war der erste nachexilische Prophet und wirkte zur Zeit der Rückkehr eines Überrests der Judäer aus der babylonischen Gefangenschaft nach Juda und Jerusalem. Im Buch Esra finden wir den geschichtlichen Hintergrund der Situation, in der Haggai die Botschaft Gottes an sein Volk ausrichtete. Der Wiederaufbau des zerstörten Tempels wurde zwar begonnen, doch gaben die Juden aufgrund des Widerstandes ihrer heidnischen Nachbarn entmutigt das Werk auf. In diesem Kontext ist das Wort Haggais zu sehen, welches das Volk Gottes anspornen sollte, den Tempelbau zu vollenden. Durch Haggai wirft Gott den Juden falsch gesetzte Prioritäten vor. Sie waren zwar nach Jerusalem zurückgekehrt, doch nutzten sie ihre Ressourcen, um ihre eigenen Häuser wiederaufzubauen, während der Tempel seit seiner Zerstörung in Trümmern lag (vgl. Vers 9). Die Folgen ihres Handelns, das man auch als Rebellion gegen Gott bezeichnen könnte, waren Hungersnot, Dürre und Mangel (vgl. Verse 10-11). Das erinnert an das Gleichnis vom reichen Narren (Lukas 12, 13-21) und viele andere biblische Geschichten, die uns zeigen, dass irdischer Besitz und Reichtümer trügerische Schätze sind. »So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!« (Lukas 12, 21). Das Volk wird von Haggais Botschaft angestachelt und motiviert und sie beginnen, den Tempel wiederaufzubauen. Welchen Tempel in Deinem Leben könntest Du wiederaufbauen? Die Bibel bezeichnet unseren Körper als Tempel des Heiligen Geistes (vgl. 1. Korinther 6, 19). Was könntest Du tun, um in Deine körperliche und seelische Gesundheit zu investieren? Welche zerbrochenen Beziehungen könnten erneuert werden? In welchen Lebensbereichen setzen wir falsche Prioritäten? Der Mangel der Judäer war die Folge von Sünde, Faulheit und falsch gesetzten Prioritäten. Könnte auch Mangel in unserem Leben darauf zurückzuführen sein? Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott sich um unseren Mangel kümmern wird, wenn wir ihn an die erste Stelle in unserem Leben setzen. Dann werden wir säen und viel einbringen. Lasst uns mit Gottes Hilfe die löchrigen Beutel aus unserem Leben entfernen!
»Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in
Herrlichkeit in Christus Jesus.« (Philipper 4, 19)


Es grüßt euch herzlich,
Manuel Schwanse

…auf ein Wort (August 2021)

„Herr, neige deine Ohren und höre; Herr, tu deine Augen auf und sieh […]“. 2. Könige 19, 16

Das klingt nach einem verzweifelten Hilferuf, nicht wahr? Und genau das ist es auch! Kurz zuvor hatte der assyrische König dem Volk Israel mit der Ausrottung gedroht (vgl. 2. Kön. 19,11). Dem israelitischen König Hiskia wird dabei angst und bange. Doch in seiner Not tut er das einzig Richtige. Er betet! Ich stelle mir vor, dass er dabei auf seine Knie fällt, sein Angesicht demütig zur Erde neigt und dem lebendigen Gott sein Leid, seine Verzweiflung klagt. Hiskia weiß, dass nur der Herr allein die Ausrottung seines Volkes verhindern kann. Im Gegensatz zu all den anderen vermeintlichen Göttern der israelitischen Umwelt, die nichts weiter als Menschenwerk sind, hat unser Herr die Macht dazu (vgl. 2. Kön. 19,17-19)!
Was tust du, wenn du sprichwörtlich mit deinem Latein am Ende bist und nicht mehr aus noch ein weißt? An wen wendest du dich, wenn du Angst bekommst; wenn die Sorgen und Nöte dir über den Kopf zu wachsen drohen; wenn dich die Verzweiflung nachts nicht schlafen lässt; Wendest du dich an den, der Himmel und Erde gemacht hat? Dazu lade ich dich ein. Versuche nicht zwanghaft, es alleine zu schaffen; rede dir nicht ein, du müssest stets alles unter Kontrolle behalten. Das schaffen wir nicht. Im Gegenteil, es werden Situationen in unserem Leben kommen, in denen uns die Kontrolle entgleitet, aber niemals unserem Gott! Denn seine Möglichkeiten beginnen dort, wo unsere enden! Und das ist wahrer Grund, niemals die Hoffnung zu verlieren; der Angst niemals zu großen Raum in unseren Gedanken oder gar unserem Herzen zu geben! Unser Herr ist größer als jede innere Unruhe, jede Sorge, jede Not, jede Angst, jede Verzweiflung!
Die Bibel sagt (1. Joh. 4, 4): „Denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist.“
Wenden wir uns an diesen wunderbaren Gott! Unser Gott hat Zeit für uns. Unser Gott nimmt uns wahr! Unser Gott nimmt uns ernst! Unser Gott nimmt uns die Angst! Unser Gott kennt den Weg durch tiefste Täler hindurch! Geben wir IHM die Hand und gehen wir mit IHM durch alles, was noch auf uns wartet, mitten hinein in die Ewigkeit!

Herzlich grüßt euch
Euer Pastor Benjamin Klammt

…auf ein Wort (Juli 2021)

„Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.“ Galater 2,21

Eine Frage, die Christen schon seit Jahrhunderten beschäftigt, ist, ob man das Heil verlieren kann. Die Antwort darauf ist unzweifelhaft: Nein! Denn Gott ist treu und niemand kann uns aus der Hand des Hirten rauben, der sich selbst dahingegeben hat für alle unsere Sünden – die vergangenen, die gegenwärtigen und die zukünftigen – aus Liebe zu uns.
Doch beinhaltet das Gesetz der Liebe die Freiheit für den Geliebten, sich zu entscheiden. Gott wird immer zu Seinem Bund stehen, den Er mit uns durch Jesu Blut geschlossen hat. Doch steht es uns frei, diesen Bund zu verlassen. Ich kann das Heil nicht verlieren, aber verwerfen. Wie töricht das auch sein mag, aber der Apostel Paulus warnt die Galater eindringlich vor so einem Schritt.
Der Schlüssel und die Quelle allen Heils besteht in der Gnade Gottes. Der Mensch geht von Natur aus in die falsche Richtung und vertraut auf sich und seine Werke. Die Umkehr zur Gnade Gottes durch die Annahme der Heilstat Jesu am Kreuz bewirkt für ihn ewiges Heil. So ist es töricht, wenn ein Christ wieder umkehrt, die Gnade Gottes verwirft, indem er durch das Gesetz gerecht zu werden sucht, um durch seine eigenen Werke gerettet zu werden. Somit verwirft er die Tat Jesu und erachtet das Blut des Bundes für unrein. Das Gesetz und die Gnade stehen diametral zueinander und man kann nur einem folgen. Manche sehen darin ein Paradoxon, aber die Liebe steht über allem. Denn Gott ist Liebe und diese beinhaltet die freie Entscheidung zu jeder Zeit. Ansonsten würde Gott jeden Menschen zwangsbekehren und unausweichlich an Sich binden. Unter diesem Gesichtspunkt ist es durchaus kein Widerspruch, dass man das Heil nicht verlieren, aber verwerfen kann (Kap. 5, V. 4).
Dadurch soll uns bewusst sein, dass alles, was uns begegnet als Christen zentral von der Gnade Gottes ausgeht und dass wir selbst nichts machen müssen, als zu vertrauen. Gott möchte keine Macher, sondern Geliebte, die sich zu Ihm wenden in allen Situationen ihres Lebens und Ihm vertrauen, dass Er letztlich alles zum Guten dienen lässt. Gott ist uns gnädig und er segnet uns mit Gesundheit, Zufriedenheit, Gelingen, Freude. Doch wenn auch mancher Segen ausbleibt, so geschieht es deshalb, dass uns bewusst wird, uns an der Gnade Gottes genügen zu lassen.
Gnade und Segen möge euch Leser begleiten, doch in erster Linie die Gnade!

Marc Brandl

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