auf ein Wort…(März 2025)

„Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen.“ 1. Johannes 4,18

Was für ein wunderbarer Vers ist das, den wir da im 1. Johannesbrief finden. Worum geht es?
Johannes will uns sagen, dass wir unser Leben nicht in Angst vor Gottes Strafe leben sollen, sondern aus der Erkenntnis der Liebe Gottes für uns Menschen.
Natürlich ist es so, dass wir als Menschen immer wieder sündigen und dass wir nicht so leben, wie Gott es möchte. Dafür ist ja gerade unser Herr Jesus gestorben. Nun gibt es aber zwei verschiedene Möglichkeiten, wie wir mit der Sünde in unserem Leben umgehen können. Zum einen können wir uns selbst verdammen und versuchen, ein möglichst perfektes Leben zu leben. Und wenn wir solch ein „perfektes“ Leben schaffen, dann sind wir natürlich „stolz“ auf uns. Aus Angst vor Strafe strengen wir uns unermüdlich an und wollen Gott gefallen. Das ist ein Weg, den der Apostel Johannes als Christsein 1.0 beschreibt. Hier liegt ein Christsein vor, dass die Liebe zu Gott noch nicht verstanden hat. Was Gott von uns möchte, ist natürlich, dass wir Sünde hassen und unser Leben gemäß seinen Geboten leben. Aber nicht aus Angst vor seiner Strafe (und damit oft verbunden mit eigenem Stolz, wenn wir nicht sündigen), sondern aus Liebe zu Ihm.
Aus Liebe zu Jesus Christus, der unsere Sünden durch seinen Tod am Kreuz für uns bezahlt hat. Wenn wir sündlos leben wollen, weil wir Jesus lieben und dann trotzdem sündigen, dann leben wir aus einer Liebe zu Gott ohne Angst vor Strafe. Das Ergebnis ist, dass wir natürlich betrübt sind über unsere Sünde aber gleichzeitig erkennen, dass uns aus Gnade vergeben ist und dass wir jederzeit wieder neu beginnen können mit unserem Herrn Jesus Christus. Das ist Christsein 2.0. Der Unterschied zwischen Christsein 1.0 und Christsein 2.0 ist, dass wir unser Leben unterschiedlich leben. Bei 1.0 leben wir in ständiger Angst zu Versagen während wir bei 2.0 dankbar sind aus Liebe wieder einen Tag gut geschafft zu haben. Und ein weiterer Unterschied ist, dass bei 1.0 die Gefahr besteht „stolz“ zu sein für eine sündlose Zeit, während bei 2.0 die Dankbarkeit aus Liebe uns motiviert. Nehmen wir uns den Vers des Apostels Johannes zu Herzen und erkennen wir, dass wir geliebt sind von Gott und wir aus Liebe zu unserem Herrn Jesus die Sünde vermeiden wollen und nicht, weil wir Angst vor Strafe haben. Denn damit würde unser „Tun“ mehr zählen als das Opfer von Jesus.
Euer Karsten

auf ein Wort…(Februar 2025)

„Mein Lieber, nimm nicht das Böse zum Vorbild, sondern das Gute
Wer Gutes tut, der ist von Gott; wer Böses tut, der hat Gott nicht
gesehen .“
3. Johannes 11

Johannes beschreibt in seinem dritten Brief, dass es gute und schlechte Vorbilder in der Gemeinde gibt. Als schlechtes Beispiel nennt er einen Mann namens Diotrephes. Dieser möchte selbst der Erste sein. Er verachtet die Autorität des Wortes Gottes und hält das Wort der Apostel auch von anderen Gemeindegliedern ab. Zusätzlich hindert er die Geschwister daran, Gutes zu tun. Warum gibt es solche Menschen in der Gemeinde Christi?
Es liegt daran, dass jeder Christ ein begnadigter Sünder ist, und dass Gott niemanden, auch nicht Seine Kinder zum Guten zwingt. Wir müssen uns immer wieder dafür entscheiden, ob wir der Sünde folgen wollen, oder der Gnade. Das Muster, das dahintersteckt, ist eigentlich ganz einfach und wird von Johannes beschrieben. Der Sünde folgen, beginnt damit, dass jemand auf sich selbst sieht, sich selbst für wichtig nimmt, wichtiger sein will als andere und seine eigene Erkenntnis über das Wort Gottes stellt. Es endet darin, dass man sich selbst und andere dazu bringt, sich selbst mehr zu folgen als Jesus. Sich und andere sozusagen zu eigenen Jüngern macht. Dadurch verliert man Jesus aus dem Blick und geht in die falsche Richtung, selbst wenn sich alles, was man tut, sehr „christlich“ anhört.
Der Gnade zu folgen, bedeutet auf Jesus sehen, das Wort Gottes über die eigene Klugheit und Erkenntnis stellen, sowie andere Menschen zu Jesus führen und darin fördern, Jesus nachzufolgen.
Johannes sagt, wer Böses tue, der habe Gott nicht gesehen. Wenn wir diese Aussage nicht nur absolut, sondern auch situativ verstehen, dann bedeutet dies, wer Böses tut, der hat nicht auf Gott gesehen, der hat Jesus aus den Augen verloren. Dann geht es nicht um jemanden, der mit Gott nichts zu tun haben will, sondern dann geht es auch um dich. Nur wenn Du auf Jesus siehst, kannst du dem Bösen entrinnen und in die richtige Richtung gehen. Wir sollten uns täglich fragen, in welche Richtung wir gehen wollen.

Marc Brandl

auf ein Wort…(Januar 2025)

„Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet,
die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen!“
Lukas 6, 27-28

Ein Charakteristikum unseres Herr Jesus Christus ist, dass Er häufig genau das Gegenteil dessen sagt, was wir aus menschlicher Perspektive erwarten würden. Doch nicht nur das: Bei Jesus bleiben das nicht leere Worte; ganz im Gegenteil, Er lebt es uns auch vor!
Uns fordern diese Sätze aus dem Lukasevangelium vermutlich heraus. Wir sind umgeben von Menschen, die das ganz anders sehen, als Jesus. Auf unserer Welt werden Feinde nicht geliebt, Feinde werden gehasst. Wer uns Böses tut, an dem rächen wir uns. Das ist häufig unser beschränkter menschlicher Horizont – nicht wahr?
Daher sträubt sich bei vielen zunächst einmal alles in ihnen gegen diese Sätze unseres Herrn. Und selbst Menschen, die innerlich zustimmen; für die das theoretisch und moralisch richtig und vernünftig klingt, fragen sich doch: Wie soll das bitte gehen? Wie sollen wir es schaffen, das in die Tat umzusetzen? Wie sollen wir lieben, wenn Hass so viel einfacher wäre? Wieso jemandem Gutes wünschen, ihn segnen, der es einfach nicht verdient hat (aus unserer Sicht zumindest)?
Doch wer Jesus wirklich nachfolgen will, wer ein Jünger und damit ein Schüler unseres Herrn sein will, der muss bereit sein, genau das einzuüben: Menschen so zu sehen, wie Jesus sie sieht; sie zu lieben, wie Jesus sie liebt; sie zu segnen und gut über sie zu sprechen. Immer wieder neu gnädig und barmherzig zu sein. Geduldig und bereit, Ungerechtigkeiten zu ertragen.
Ist das schwer? O, aber ja! Ist es nötig? O, aber ja!
Denn nur so erkennt die Welt, zu wem wir gehören! Nur so erkennt die Welt, dass es möglich ist, radikal verändert zu werden! Aber diese Veränderung bewirken nicht wir selbst. Es kann nur gelingen in der konsequenten Ausrichtung auf unseren Herrn Jesus Christus und Seinen Heiligen Geist!
Die Bibel sagt (Röm 5,5): Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Möge unser Herr uns im Neuen Jahr immer weiter zu Seiner Ehre verändern und gebrauchen! Und mögen wir bereit dafür sein.

Es grüßt euch herzlich
Euer Pastor Benjamin Klammt

auf ein Wort…(Dezember 2024)

„Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich lieb habe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben, um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit: Gnade, Barmherzigkeit, Friede
von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, sei mit uns in der Wahrheit und in der Liebe!“
2. Joh. 1:1-3
Der Apostel Johannes macht uns in seinem zweiten Brief deutlich, dass Wahrheit und Liebe zusammengehören. Es gibt nur eine Wahrheit, die uns rettet. Es gibt nur eine Liebe, die uns rettet. Beides ist vereint im Sohn des Vaters, Jesus Christus.
In der kommenden Adventszeit werden wir in besonderem Maße daran erinnert, dass Jesus Christus in die Welt gekommen ist, um die Wahrheit zu bezeugen und uns herauszulieben aus dieser gefallenen Welt. Diese Wahrheit ist unumstößlich, weil Jesus selbst die Wahrheit ist. Diese Liebe, mit der Er uns geliebt hat, ist grenzenlos, weil Gott selbst die Liebe ist. Wer dies erkannt und angenommen hat, darf sich gewiss sein, dass es sich um eine bleibende Wahrheit handelt, bleibend in uns auch über den Tod hinaus.
Menschen können viele grausame Dinge tun. Sie können Macht ausüben über andere Menschen für eine bestimmte Zeit. Aber eines können sie nicht, die Wahrheit töten. Johannes bezeichnet die Gemeinde Christi als auserwählte Herrin. Auserwählt, das bedeutet, dass nicht wir Jesus zum Messias gemacht haben, sondern, dass Er der Messias ist. Es bedeutet, dass Gott die Initiative ergriffen hat, um uns zu erwählen, zu retten und zu berufen. Die Religionen sind von Menschen gemacht. Im Gegensatz dazu ist die Erwählung die ausgestreckte Hand Gottes für uns in der Liebe Jesu Christi. Dabei handelt es sich nicht um die Erwählung einer Elite, sondern die Suche nach dem Verlorenen; denn Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1.Tim. 2:4). Gott zwingt niemanden, sondern Er liebt.
Der Begriff Herrin drückt aus, dass Menschen, die mit Jesus leben, in gewisser Weise herrschen sollen. Es ist jedoch keine Herrschaft über andere Menschen, sondern die Herrschaft über die Sünde. Es bedeutet, dass das Böse keine Macht mehr über die Menschen hat, welche, wie der Apostel es ausdrückt, in der Wahrheit leben, das heißt, mit Jesus.
An Weihnachten denken wir an die Erfüllung der Prophezeiung (Jes. 9:5): „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf Seiner Schulter…“
Wir dürfen an dieser Herrschaft teilhaben.
Marc Brandl

auf ein Wort…(November 2024)

„Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung,
in denen Gerechtigkeit wohnt.“ Petrus 3,13

    Insbesondere Kindern fällt das Warten nicht immer leicht. Bei längeren Autofahrten werden sie schnell unruhig, ungeduldig, quengelig. Nun gehen wir mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Ich spüre die Vorfreude meiner Kinder, aber eben auch eine zunehmende Ungeduld. Ja, zu warten ist nicht immer einfach . Und doch existieren Situationen, in denen wir warten müssen. Fast könnte man sagen: Es bleibt uns gar nichts anderes übrig.
    So verhält es sich auch mit dem verheißenen neuen Himmel und der neuen Erde aus unserem Bibelvers. Noch existieren sie nicht. Noch leben wir in einer gefallenen, chaotischen, grausamen Welt, in der nicht immer die Gerechtigkeit siegt. Doch das – so sagt es die Bibel – wird sich eines Tages ändern! Gelobt sei unser Gott!
    In 1. Kor. 2,9 schreibt der Apostel Paulus: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“
    Und im 21. Kapitel der Offenbarung finden wir eine kurze, aber so trostvolle, schöne, auferbauende Schilderung dessen, was uns dann erwartet (vgl. Off . 21,3-5): Unser Herr wird mitten unter uns wohnen! Wir werden ein ewiges Leben ohne Tod, ohne Leid, ohne Geschrei und ohne Schmerz führen! Jesus wird alles neu machen! Und bis dahin? Sollen wir ungeduldig sein?
    Ich empfehle uns eher Dankbarkeit, denn „der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Noch ist Gnadenzeit, weil unser Gott die Menschen liebt!

    Es grüßt euch herzlich
    Euer Pastor Benjamin Klammt

    auf ein Wort…(Oktober 2024)

    „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir betrachtet haben und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist … und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei.“ 1. Joh. 1,1- 2,4

    Johannes knüpft zu Beginn seines Briefes an das Johannesevangelium an und schreibt von dem, was von Anfang an war. Etwas, das von Anfang an war, ist unverrückbar, unveränder- lich. Das Leben war schon immer bei Gott. Er hat es durch die Schöpfung für uns zur Entfal- tung gebracht, sichtbar werden lassen. Das Licht war schon da, bevor Er das Auge geschaf- fen hat. Gott war schon immer da, ob wir an Ihn glauben, oder nicht. Unser Gottesbild wird Gott nicht verändern. Ein Blinder kann das Licht der Sonne nicht sehen, aber ihre Wärme spüren und dadurch vielleicht erahnen, was Licht bedeutet. Man kann ihm von Farbe erzäh- len. Ob er dann daran glaubt, oder nicht, wird nichts daran ändern, dass es sie gibt.
    Wenn Menschen über Gott reden, kommt es mir manchmal vor, als wenn sich zwei Blinde über Farbe unterhalten. Johannes bezeugt uns, dass er gesehen, betrachtet, sogar mit den Händen betastet und erlebt hat, was Ewiges Leben bedeutet. Er spricht von Jesus, den er hautnah miterlebt hat und dem er gefolgt ist. Es geht hier also nicht um Hörensagen, um Theologie und ganz bestimmt nicht um Religion, sondern um Erleben. Wir sollen nicht über Gott reden, sondern mit Gott leben. Und das geht nur mit und durch Seinen Sohn Jesus Christus, der für unsere Sünden starb und den Weg zu Gott dadurch frei gemacht hat. Nur so können wir das Licht Gottes erkennen. Nur so können wir Gott erleben, damit unsere Freude vollkommen sei.
    Lassen wir uns nicht von der Finsternis blenden! Die Lichter dieser Welt scheinen oft so hell zu sein. Doch wenn man genauer hinsieht, bestehen sie nur aus Schatten. Geld führt zur Gier, Suche nach Anerkennung zur Selbstsucht, Anmut, Schönheit und Lust dieser Welt zur Bindung an Vergängliches. Was letztlich bleibt, ist Leere, Unzufriedenheit, … Trennung von Gott.
    Johannes hat erlebt, was auch wir erleben dürfen: Jesus kommt auf uns zu, hebt diese Trennung auf, vergibt uns unsere Sünde, schenkt neues Leben, täglich! Jesus will, dass unsere Freude vollkommen ist, insbesondere, wenn wir Ihn einst sehen von Angesicht zu Angesicht, wie ein Blinder, der sehen kann und endlich erfährt, was Farbe ist. Aber auch heute dürfen wir die Wärme des Lichtes Gottes spüren und Gott erleben. Je mehr wir mit Gott leben, desto mehr können wir diese Freude erfahren.
    Johannes hat weitergegeben, was er erlebt hat, damit auch andere an dieser Freude teil- haben. Wollen wir diesem Beispiel folgen?

    Marc Brandl

    auf ein Wort…(September 2024)

    „Bin ich nur ein Gott aus der Nähe und nicht auch ein Gott aus der Ferne.“ (Jeremia 23,23)

    Der Monatsspruch aus der Losung für September ist kurz und braucht eine längere Erklärung. Gott ist enttäuscht und verärgert über sein Volk, denn es lebt an ihm und seinen Geboten vorbei. Die Propheten und Priester wiegen das Volk in falscher Sicherheit, sie beruhigen es, indem sie das Böse und Falsche als richtig und gut heißen. Macht euch keine Sorgen, Gott ist mit uns. Sie ermutigen die Menschen zu einem einfachen „Weiter so“.
    Jeremia gibt Gottes Denken und Reden weiter, dass völlig gegensätzlich ist zu dem, was die Propheten und Priester von sich geben. Diese tun so, als ob sie in Gottes Ratschlüsse einbezogen wären. Sie denken, dass sie mit Gott unterwegs seien, dass er ihnen nahe sei. Sie benutzen den Namen Gottes für ihre Zwecke.

    Das ist also nichts Neues; auch heute versuchen Menschen, den Namen Gottes für ihre Zwecke und Ziele zu gebrauchen. Sie fühlen sich Gott ganz nah und sind überzeugt, das Richtige zu tun und scharen begeisterte Anhänger um sich. Wenn jemand Gott in seinem Vokabular hat, kann das doch nichts Schlechtes sein. Doch sie ziehen Gott zu sich herab, benutzen seinen Namen ohne ihn zu kennen. Ohne Umkehr, Buße und Erkenntnis der Schuld vor Gott gibt es keine Nähe zu Gott durch den Heiligen Geist. Ohne Jesus hat der Mensch keine Ahnung, wie Gott ist. Gott ist mehr als ein Name. Letztendlich ist er der Allmächtige, Heilige, den wir nicht begreifen und erfassen können. So ist er auch der Ferne, aber uns als Glaubende in Jesus Christus liebende Vater.
    Hubert Reinl


    auf ein Wort…(August 2024)

    „Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.“ (2. Petrus 1, 19)

      Wenn man mit Menschen um die sechzig spricht, dann hört man immer wieder die Worte,
      „ich sehe Licht am Ende des Tunnels…“, oder auf die Frage ob man wieder jung sein möchte: „Auf gar keinen Fall, dann müsste ich ja nochmal über 40 Jahre arbeiten“. Ein Bekannter aus Oberösterreich sagte neulich zu mir: „Jetzt bin ich in Pension. Jetzt gibt es nichts mehr, worauf ich mich freuen kann.“ In diesen Aussagen spiegelt sich die Sehnsucht des Menschen, frei und unabhängig zu sein, sich nicht mehr gefangen nehmen lassen zu müssen von den Zwängen des Alltags. Auf der anderen Seite ist es doch erbärmlich, wenn die Hoffnung der Menschen nur in der Rente besteht, die sowieso viel zu niedrig ist, sofern man sie überhaupt erlebt.
      Die Bibel sagt uns, dass das, was uns am meisten gefangen nimmt, unsere eigene Sünde ist. Nur Jesus kann uns davon befreien, denn wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei! In der Aussage des Petrus wird die Hoffnung angedeutet, dass Jesus einst wiederkommen und uns von allen Zwängen befreien wird. Aber dies ist nicht die Kernaussage des Textes. Denn wenn Jesus wiederkommt, dann wird es sein, wie ein Blitz der leuchtet vom einen Ende des Himmels bis zum anderen. Hier ist aber von einem Licht die Rede, das in unseren Herzen aufgeht, wie der Morgenstern, der jeden Morgen neu zu sehen ist. Es ist also nicht nur eine ferne, bzw. sich nahende Zukunft gemeint, sondern auch das Heute und das Morgen. Wir werden aufgefordert heute, da wir an einem dunklen Ort leben, auf das Wort Gottes zu hören, die Bibel zu lesen, zu erkennen, dass es sich da um ein Licht handelt, welches uns durch die Unwegsamkeiten des Alltags sicher hindurchführt.
      Jesus lebt. Wir dürfen uns dessen bewusst sein, dass Er jeden Morgen neu unser Herz erleuchtet, wenn wir uns denn auch Zeit für Ihn nehmen, dass Er uns die Kraft schenkt auch die Zwänge des Alltags zu überstehen. Wenn wir auf Ihn sehen, dann erstrahlt auch in uns ein Licht, welches bleibende Frucht und bleibende Freude bringt. Sind wir bereit, diese Freude weiterzugeben?
      Für viele Menschen wird sich das, was sie als Licht am Ende des Tunnels angenommen haben, als Finsternis entpuppen. Jesus fordert uns, wenn Er sagt, ihr seid das Licht der Welt, dazu auf, Positions- und Richtungslichter in dem Tunnel dieser Welt zu sein. Positionslichter, dass wir Menschen helfen, erkennen zu können, wo sie stehen, und Richtungslichter, dass wir ihnen zeigen dürfen, wo sich die Abzweigung befindet, die zum Ewigen Leben führt.
      Marc Brandl

      auf ein Wort…(Juli 2024)

      „Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum und nicht so antworten vor Gericht, dass du
      und vom Rechten abweichst.“
      (Exodus 23, 2)

      In unserer Gesellschaft wird der Ruf nach Toleranz immer lauter. Jeder soll schließlich nach seinen eigenen Vorstellungen leben und auf seine Art glücklich werden dürfen. Eine objektive Wahrheit wird mehr und mehr geleugnet und relativiert. Wahrheit ist entweder subjektiv und damit im Grunde beliebig oder aber die Mehrheit nimmt für sich in Anspruch, festzusetzen, was wahr und was falsch ist. Zugleich wächst der Druck auf diejenigen, die einen solchen Wahrheitsgedanken nicht teilen wollen und können, denn die Bibel sagt es anders! Eine Mehrheit hat nicht automatisch recht. Auch nicht der, der am lautesten schreit. Denn Jesus Christus – und nur Er allein – ist die Wahrheit (vgl. Joh. 14,6) und damit ist alles, was Ihm widerspricht; alles, was dem entgegensteht, was in Seinem lebendigen, heiligen Wort geschrieben steht, falsch, die Unwahrheit, eine satanische Lüge.
      In Zeiten von Fakenews, in denen es immer schwerer wird, Wahrheit, Halbwahrheit und Lüge zu unterscheiden, bitte ich uns inständig, felsenfest auf dem Fundament zu stehen, das Jesus Christus heißt! Bitten wir Ihn um die nötige Weisheit und die Ausdauer, anhand Seines Wortes – der Bibel – immer wieder unterscheiden zu können, wo wir womöglich Gefahr laufen, der Mehrheit wie ein Papagei nach dem Mund zu reden, weil die Mehrheitsmeinung penetrant und lautstark verbreitet wird. Lasst uns nicht dem gesellschaftlichen Druck nachgeben, sondern tun, was Sein Wille ist, der Wille unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus! Unser Herr gebe uns die Kraft dazu, Seine Gebote zu halten und nicht vom Recht abzuweichen. Ich bin überzeugt, dass darauf großer Segen liegt und im Himmel wartet der Siegeskranz auf uns (vgl. 1.Kor. 9,25 sowie 1.Petr 5,4)!

      Es grüßt euch herzlich
      Euer Pastor Benjamin Klammt

      auf ein Wort…(Juni 2024)

      Am 14. Juni startet die Fußball-Europameisterschaft. Um 21:00 Uhr ist Anstoß in München und das deutsche Team spielt im Auftaktspiel gegen Schottland. Als dreimaliger Europameister und mit dem Heimvorteil im Rücken wünschen sich bestimmt viele von uns wieder ein „Sommermärchen“, dass wir am 14. Juli im Endspiel in Berlin dabei sind und möglichst als Sieger vom Platz gehen. Ja, das ist doch eine schöne Vorstellung, ein Sieger zu sein, alle anderen Topteams aus Europa besiegt zu haben und schließlich auf dem Fußball-Thron zu sitzen.
      Als Christen wissen wir, dass unser Herr Jesus Christus für uns den Sieg schon errungen hat und auf dem Thron Gottes sitzt. Wir gehen als Gewinner vom Platz, als Sieger über die Sünde. Weil Jesus Christus jeden mit dem ewigen Leben beschenkt, der daran glaubt, dass er als sündloser Mensch am Kreuz von Golgatha für unsere Schuld bezahlt hat. Wir können das lesen im Hebräerbrief Kapitel 12, Vers 2: „Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind. Weil große Freude auf ihn wartete, erduldete Jesus den Tod am Kreuz und trug die Schande, die damit verbunden war. Jetzt hat er als Sieger den Ehrenplatz an der rechten Seite Gottes eingenommen“.
      Es ist schön, dass wir vom 14. Juni bis 14. Juli als Gastgeber die Europameisterschaft ausrichten. Und es wäre wunderbar, wenn die Europameisterschaft mit einem Sieg für Deutschland gekrönt würde. Das wichtigste aber ist, dass Du Jesus Christus als deinen Herrn erkennst und ihm die Ehre gibst. Denn er ist schon Sieger. Sieger über die Sünde und Sieger über den Tod und er möchte, dass alle Menschen an seinem Sieg teilhaben und zu Kindern Gottes werden.
      Euer Karsten

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