auf ein Wort…(September 2026)

Jes. 40,30: Und Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer fallen hin;
Jes. 40,31: aber die auf den Herrn harren (auch: hoffen), gewinnen neue Kraft:
sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.

Jesaja spricht dem Volk Gottes Mut zu, den Starken, Jungen und denen, die Stärkungen brauchen: Hierin finden wir uns wieder. Als wir jünger waren, konnten wir doch auch Bäume ausreißen und fühlten uns so stark, dass nichts und niemand uns etwas anhaben konnte. Zu akzeptieren, dass es einen gibt, der über uns wacht und uns mit allem versorgt, was wir brauchen und so Demut vor dem großen Gott zu haben, ist schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es tut so gut zu wissen, dass es nicht auf meine eigene Kraft ankommt, denn die ist doch begrenzt.
So, wie es im Text in Vers 31 heißt: Aber die auf den Herrn harren (auch: hoffen), gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler; sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht. In älteren Handschriften finden wir hier noch den Zusatz: „wie die Adler in ihrer Mauser“.
Also auch die majestätischen und kraftvollen Adler müssen „neue Kraft gewinnen“. Denn in der Mauser, wenn das Federkleid einmal im Jahr gewechselt wird, dann sind sie nicht so ex- trem flugfähig und können sich nicht so, wie sonst, hochschwingen in die Lüfte. Auch dieser Vergleich zeigt, dass die Könige der Lüfte auch regelmäßige Phasen durchlaufen, wo es nicht so gut geht, wie sonst. Für die heißt es dann: „Immer was Neues und doch was Gutes!“
Doch Jesaja stellt hier die ermüdeten und ermatteten Jünglinge in Bezug zu denen, „die auf den Herrn harren oder hoffen! Hoffen = für die Zukunft wünschen; Harren = geduldig, sehnsüchtig warten…
Ein warten und hoffen, wie er es schon im Kap. 30,15 dem Volk Israel gesagt hat: „Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke“. Da ging es noch um die Gerichtsreden, nun ermutigt Gott sein Volk trotz aller Müdigkeit und Abgeschlafftheit auf den Herrn zu hoffen!
So wie beim Volk Israel ist auch heute der menschliche Wille nicht ausgeschaltet, Jesus zwingt niemanden, ihm zu vertrauen, ihm nachzufolgen. Das ist ein Angebot, bei dem ich mich darauf einlassen kann. Die auf den Herrn hoffen, gewinnen neue Kraft. Das kann ich doch nur erleben, wenn ich wirklich auf den Herrn harre = geduldig, sehnsüchtig warte…
Hoffen wir auf den Herrn, das haben wir doch erlebt, wie er zu uns geredet hat durch sein Wort, durch seinen Heiligen Geist und so Kraft und Stärke und Zuversicht gewinnen?
Ich wünsche es einem jeden von uns, dass wir uns die Ruhe gönnen und uns dazu ent- scheiden, ganz bewusst aus der Hoffnung auf den Herrn zu leben.
Gott segne einen jeden von euch!

Jürgen Gutzeit