…auf ein Wort (November 2026)

„Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen und sagte zu ihnen in seiner Lehre:
Hört zu! Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen …“ Markus 4,1-9

Wie oft ziehen wir einfach los, um Menschen vom Reich Gottes zu erzählen? Bei Jesus war das kein gelegentliches Ereignis, sondern gehörte zu seinem Leben und seinem Auftrag. Er hörte nicht damit auf, nur weil es gerade nicht passte oder weil es unbequem wurde. Noch immer gibt es so viele Menschen, die noch nie davon gehört haben, wie sie durch Jesus Christus errettet werden können. Woran liegt das? Vielleicht auch daran, dass uns als Christen manchmal Bequemlichkeit, Angst oder Scham zurückhalten. Dinge, die uns davon abhalten können, unseren Glauben offen zu bekennen und von Jesus zu erzählen. Doch das ewige Reich Christi sollte unvergleichlich weit über unserem eigenen Stolz und unserer Bequemlichkeit stehen. Was wäre, wenn wir uns viel häufiger aufmachen würden, um die Menschen zu erreichen, die noch nichts von Jesus gehört haben?
Jesus sagt weiter, dass das Reich Gottes einem Senfkorn gleiche (vgl. Mk. 4,30-32): „Das kleinste unter allen Samen auf Erden; wenn es aber gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartengewächse und treibt große Zweige, sodass die Vögel des Himmels unter seinem Schatten nisten können.“
Ich glaube, uns ist oft gar nicht bewusst, was selbst die kleinsten Handlungen im Namen Jesu auslösen können. Ein freundliches Wort, ein Gespräch, ein Gebet, eine Einladung oder einfach der Mut, jemandem von Jesus zu erzählen – wir wissen nicht, was daraus entstehen kann. Manchmal fällt der Same auf den Weg. Manchmal auf felsigen Boden. Manchmal unter die Dornen. Aber manchmal fällt die Saat auch auf guten Boden: „Und brachte Frucht, die aufwuchs und zunahm, und etliches trug dreißigfältig, etliches sechzigfältig und etliches hundertfältig.“ (Mk. 4,8)
Deshalb lasst uns nicht müde werden, Samen zu säen – nicht nur unter Menschen, die Jesus noch nicht kennen, sondern auch unter uns Christen. Lasst uns einander ermutigen, unterstützen, füreinander beten und ein gutes Wort füreinander haben. Auch dadurch kann etwas wachsen und Frucht bringen. Die Ernte, die daraus für das Reich Gottes entsteht, sehen wir vielleicht oft selbst gar nicht. Aber unser Herr Jesus Christus sieht sie. Kein Same, der in seinem Namen gesät wird, ist umsonst.
„Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“ (Röm. 11,36)

Es grüßt euch herzlich, Simon Kraft