„Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Galater 5,1
Die von Paulus gegründeten Gemeinden bestanden primär aus Heidenchristen (Nichtjuden).
Nun lehrten manche Judenchristen allerdings, dass der Glaube an Jesus allein nicht ausreiche. Um gerettet zu werden, müssten Heidenchristen vielmehr zusätzlich die Tora befolgen und sich beschneiden lassen.
Paulus argumentiert dagegen, dass die Christen dadurch wieder in Abhängigkeit, ja regelrecht Sklaverei geraten würden. Während man im jüdischen Kontext positiv vom „Joch der Tora“ sprach und damit die freudige Verpflichtung auf Gottes Gesetz meinte, galt das Joch in der Antike hingegen grundsätzlich als Zeichen der Unterwerfung (etwa für Kriegsgefangene). Der Apostel Paulus polemisiert hier bewusst, um zu verdeutlichen, dass das Gesetz nur dann erretten könne, wenn es bis ins Detail eingehalten würde. Andernfalls werde es eben zum Joch der Knechtschaft. Hier gibt es für Paulus auch keinen Kompromiss. Als römischer Bürger wusste er, dass Freiheit nicht einfach ein vager philosophischer Begriff ist, sondern ein messbarer Rechtsstatus. Man war entweder freier Bürger oder Sklave.
Für uns als Nachfolger Jesu gilt: Unser Herr Jesus Christus hat das Lösegeld bezahlt, um uns aus der Sklaverei der Sünde freizukaufen (vgl. Mt 20,28). Wir müssen nichts mehr beweisen. Wir können uns auch nicht selbst durch das Einhalten des mosaischen Gesetzes erlösen. Alles, was notwendig war, hat unser Herr Jesus für uns am Kreuz getan. Nun sind wir frei und dürfen uns durch den Heiligen Geist verändern lassen (vgl. Gal. 5,22f).
Gelobt sei unser Herr Jesus Christus dafür!
Herzlich grüßt euch
Euer Pastor Benjamin Klammt

