Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten, nämlich: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: Schaff e mir Recht gegenüber meinem Widersacher! Und er wollte lange nicht; hernach aber sprach er bei sich selbst: Ob ich schon Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht schließlich komme und mich ins Gesicht schlage. Und der Herr sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte aber Gott nicht seinen Auserwählten Recht schaffen, die Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er sie auch lange warten lässt? Lk. 18,1-7
„Gott auf die Nerven gehen“ oder so intensiv bedrängen, dass er um unserer Gebetshaltung und Konsequenz „sogar“ eingreift? Geht das wirklich? Dürfen wir das? Ist das nicht zu anmaßend?
Andererseits sind wir ja auch aufgefordert „ohne Unterlass zu beten“. Wenn wir die Bibelelle mal „ausprobieren“ – wie könnte das aussehen? Bei einem konkreten Anliegen, einen Namen oder einen detaillierten Sachverhalt vor Gott bringen, anfangs ausführlich, später so als Stichwort, wie: Dieser Mensch oder jene Situation! Zu jeder „Zeit – und Unzeit“….morgens beim Aufwachen, abends beim zu Bett gehen, zwischendurch unter der Dusche, beim Abwaschen oder Spazierengehen, der eigenen Phantasie….oder besser gesagt: Der Führung des Heiligen Geistes sind da keine Grenzen gesetzt!
Nach ein paar Tagen oder Wochen kommen dann die Zweifel, ist es nicht doch zu doll, es bringt doch nichts – aber hier fängt unser Glaube an: Wir wollen Gott beim Wort nehmen und nicht nachlassen unser Thema, unser Anliegen oder einen uns lieben Menschen täglich, stündlich, ja beinahe minütlich vor unseren Herrn zu legen! Trotzdem kann es einem schon komisch vorkommen, das so durchzuführen, aber wie bei der Witwe, die festhielt am intensiven Gebet und erhört wurde, kann es uns auch ergehen.
Ich wünsche es Dir, dass es nicht 10 Wochen dauert, bis Gott dein Gebet erhört, wie es bei mir war, doch als es dann passierte, da war ich selbst so Baff , dass mir Freudentränen in die Augen schossen. Deshalb wünsche ich es jedem, diese Bibelstelle mal „auszuprobieren“ und Gott mit persönlichen Gebeten zu bedrängen und seine Treue und Zuverlässigkeit zu erleben, Hallelujah!
Gott segne euch!
Jürgen Gutzeit

